Ausgabe April 2026
Déjà vu
„Haben Sie eigentlich schon Vorräte angelegt? Vielleicht keine schlechte Idee, falls sich die Möglichkeit dazu noch bietet. Einweghandschuhe, Schläuche, Drainagen, Beatmungsmasken und viele weitere Einwegmaterialien könnten bald signifikant teurer werden, Lieferengpässe drohen. Erste Produzenten aus Asien haben Presseberichten zufolge ihren Kunden gegenüber ‚Force Majeure‘ erklärt. Man fühle sich aufgrund höherer Gewalt also nicht mehr verpflichtend an Lieferverträge gebunden. Es ist damit zu rechnen, dass auch bestehende Bestellungen zum Teil unerfüllt bleiben werden, da die vorhandenen Mengen kontingentiert werden könnten. Und die steigenden Ölund Gaspreise werden ebenso Auswirkungen auf die Kosten in den Krankenhäusern haben – zeitverzögert, aber absehbar. Man fühlt sich an 2020 erinnert, und an 2022, und fragt sich vielleicht, wieso eigentlich die Lektionen gar nicht oder nur sehr langsam gelernt werden. Produktion von Einweghandschuhen in Europa, in Deutschland? Nahezu Fehlanzeige. Gasspeicher? Füllstand 22 Prozent, rund 18 Prozentpunkte weniger als im Mittel der Jahre 2017 bis 2021. ..."
Sven Preusker, Redakteur
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