Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer
Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer ©UKL/Stefan Straube

Bundesweit die Sepsisversorgung verbessern

/ KTM-Redaktion / Patientensicherheit

Sepsis zählt mit rund 75.000 Todesfällen jährlich zu den häufigsten vermeidbaren Todesursachen in Deutschland. Trotz zahlreicher Qualitätsinitiativen bestehen weiterhin Defizite – von Prävention und frühzeitiger Erkennung über Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge. Genau hier setzt das Projekt ‚optiSEP‘ der Universitätskliniken Leipzig (Konsortialführung), Essen, Göttingen, Magdeburg und Aachen an. Ziel ist es, die Versorgung von Sepsispatienten sektorenübergreifend zu verbessern und kritische Schwachstellen entlang der Behandlungskette – von Rettungsdienst und Notaufnahme über Intensivstation bis zur Rehabilitation – konsequent zu beheben.

„Mit optiSEP schaffen wir die Voraussetzungen, moderne Diagnostik, digitale Datenströme und strukturierte Behandlungspfade so zu verbinden, dass Patienten schneller und zielgerichteter profitieren. Unser Anspruch ist es, die Versorgungskette nicht nur zu analysieren, sondern konkret so zu verbessern, dass an den Schnittstellen weniger Information verloren geht und die Behandlungsqualität messbar steigt“, so Dr. Alexandra Ramshorn-Zimmer, Leiterin des Klinischen Prozessmanagements am Universitätsklinikum Leipzig (UKL).

Kern des Projekts ist die digital verknüpfte, interoperable Nutzung von Routinedaten aus allen Phasen der Patientenbehandlung. Auf dieser Grundlage werden künftig datengestützte Entscheidungshilfen entwickelt, um gefährliche Verläufe früher zu erkennen und klinische Entscheidungen schneller zu unterstützen. Ergänzend sollen standardisierte Behandlungspfade sicherstellen, dass die aktuellen evidenzbasierten Sepsis-Leitlinien im gesamten Versorgungsprozess einheitlich und zuverlässig umgesetzt werden. Ein patientenzentriertes Nachsorgekonzept zielt darauf ab, Langzeitfolgen nach überstandener Sepsis zu reduzieren.

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