An der Tovertafel (Zaubertafel) v. l.: Christoph Dahmen, Dr. Hinrich Heins, Christel Sprößler, Dr. Fabian Schneider, Anne Kath und Melanie Wesp.
An der Tovertafel (Zaubertafel) v. l.: Christoph Dahmen, Dr. Hinrich Heins, Christel Sprößler, Dr. Fabian Schneider, Anne Kath und Melanie Wesp. ©Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Eine Tovertafel in der Klinik für Geriatrie

/ KTM-Redaktion / Krankenhäuser

Die Tovertafel im Therapieraum der Klinik für Geriatrie der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg macht ihrem Namen alle Ehre: Der ‚Zaubertisch‘ (übersetzt aus dem Niederländischen) ist in Wirklichkeit ein interaktives Spielsystem, das verschiedene Spiele auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen anbietet. Da kann etwa Besteck poliert werden oder es müssen – auf der schwierigsten Stufe – Schmeißfliegen von einer Picknickdecke entfernt werden. Sie können mit dem Fuß entfernt werden, es entsteht ein virtueller Klecks. Die projizierten Tassen und Teller müssen aber heil bleiben.

Ein bloßer Zeitvertreib ist der Apparat, mit dem auch im Sitzen gespielt werden kann, aber nicht für die Patienten der Geriatrie. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen laut Hersteller, dass die Spiele einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität haben. Die interaktiven Lichtprojektionen stimulieren auf sozialer, körperlicher, sensorischer und kognitiver Ebene. „Durch Bewegungen ruft man Reaktionen hervor, ohne Leistungsgedanken“, sagt Chefarzt Dr. Hinrich Heins. Gerade bei dementen älteren Menschen, denen die Eigeninitiative verloren gehe, sorge die Tovertafel dafür, dass diese wieder zurückkehre. „Es hält die Leute in Aktion, ohne sie aufzuregen.“

In der geriatrischen Therapie kommt die Tovertafel mehrmals pro Woche zum Einsatz. „Da hat der Förderverein etwas sehr Tolles für die Kliniken angeschafft“, so Kreisbeigeordnete Christel Sprößler. Der Verein, dessen Vorsitzende sie ist, finanziert Dinge, die nicht zwingend medizinisch notwendig sind, aber eine moderne Klinik eben auszeichnen. Etwa 12.500 Euro hat die Tafel gekostet – und sie wird von den Patienten mit Begeisterung genutzt. „Wir sind dem Förderverein sehr dankbar“, sagt Betriebsleiter Christoph Dahmen. „Für solche Geräte hätten wir sonst kein Budget.“

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