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Fallpauschalenkatalog 2026 steht

/ KTM-Redaktion / Gesundheitspolitik

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf den Fallpauschalenkatalog (DRG) für 2026 geeinigt. Seit 2004 ist der Katalog die verbindliche Abrechnungsgrundlage für derzeit mehr als 17 Millionen stationäre Fälle in den deutschen Krankenhäusern.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen sei es gelungen, eine Einigung über die Entgeltkataloge sowie die Abrechnungsbestimmungen für das Jahr 2026 (FPV 2026) zu erzielen, hieß es. Besonders schwierig gestaltete sich in diesem Jahr die sehr späte Festlegung des Hybrid-DRG-Katalogs für 2026 durch den ergänzten erweiterten Bewertungsausschuss, der seine Entscheidungen erst am 11.11.2025 traf. Der aG-DRG-Katalog konnte daher erst abgeschlossen werden, nachdem klar war, welche Leistungen nicht mehr zu berücksichtigen sind.

Die Auswirkungen waren diesmal besonders weitreichend, da die Fallzahlen der Hybrid-DRG von rund 270.000 auf etwa eine Million Fälle ausgeweitet wurden. Umso wichtiger war es für die Selbstverwaltungspartner, die anspruchsvollen Verhandlungen zügig zu einem Ergebnis zu führen, damit Krankenhäusern und Krankenkassen die für die Vorbereitung der Budgetverhandlungen erforderlichen Grundlagen möglichst schnell bereitstehen. Die Entgeltkataloge sind bereits auf der Website des InEK veröffentlicht worden.

Neu ist in diesem Jahr insbesondere der nachrichtliche Ausweis der Bewertungsrelationen für die Vorhaltekostenanteile. Allerdings ist festzuhalten, dass die Grundlagen für die Budgetverhandlungen gerade diesmal sehr spät vorliegen – obwohl die gesetzlichen Vorgaben zur Budgetbeschleunigung enge Fristen für die Einreichung der Verhandlungsunterlagen setzen. Die Selbstverwaltungspartner appellieren daher an den Gesetzgeber, diese Fristen zu entschärfen und die automatische Aktivierung der ehrenamtlichen Schiedsstellen ohne Erfordernis durch die Verhandlungspartner aufzuheben.

Der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß sagte: „Das diesjährige Verfahren zur Festlegung der Hybrid-DRGs war äußerst kontrovers. Das Schiedsgremium des ergänzten erweiterten Bewertungsausschusses hat das Verfahren maßgeblich bestimmt. Neben einer zwischen den Selbstverwaltungspartner sehr umstrittenen Leistungsauswahl und Berechnung der Vergütung ist auch das fehlende Verständnis des Gremiums für die grundlegenden und zeitlichen Zusammenhängen mit den Entgeltkatalogen des aG-DRG-System zu kritisieren. Aus Sicht der DKG darf das zentrale aG-DRG-Entgeltsystem zukünftig nicht mehr direkt von den Entscheidungen bei den Hybrid-DRG durch ein Schiedsgremium, das sich bisher ausschließlich mit dem EBM befasst hat, abhängen. Die Ambulantisierung von Krankenhausleistungen sollte daher in den Händen der Vertragspartner der stationären Versorgung liegen und unter Nutzung der bewährten Expertise des InEK in Form von Kurzlieger-Fallpauschalen in auf das Gesamtsystem abgestimmter Form umgesetzt werden.“

Dieser Beitrag stammt aus dem KTM-Newsletter 12/2025. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!