Generationenvielfalt im OP
/ Thomas Wytrieckus / Praxis-Tipp
Ein Beitrag von Thomas Wytrieckus, OP- und Personalmanagement
In den nächsten Jahren steht ein Generationswechsel in vielen OPs an. Die ,Baby-Boomer-Generation' wird sich langsam, aber stetig in die Rente verabschieden. Während in anderen Branchen vielen älteren Personen der Abschied vom geliebten Arbeitsplatz schwerfällt, ist es für viele in den OP-Bereichen eher eine ,Befreiung'. Nur wenige versuchen noch, ihre Rente in Teilzeit oder im geringfügigen Beschäftigungsverhältnis aufzubessern.
Die Folgegeneration Z ist bereits in den Krankenhäusern und OP-Bereichen angekommen. Neben der Generation Z (ca. 1995–2010) sind noch die Generationen Y oder Millennials (ca. 1981–1994), Generation X (ca. 1965–1980) und die Babyboomer (ca. 1946–1964) zu nennen. Alle Generationen arbeiten bereits im OP und schaffen eine hohe Generationsvielfalt mit all den Vor- und Nachteilen von Generationsansprüchen.
Die Generation Z als ,Ablösung' kommt, unter anderem in den Medien, immer wieder in die Kritik. Dabei ist sie besser als der ihr vorauseilende Ruf. Jeder Generations-Input bringt Veränderungen mit sich, die bei näherer Betrachtung gar nicht so schlecht sind:
- Miteinbeziehen und Partizipation in die Weiterentwicklung des OP-Bereichs
- Hohe Kommunikationsfähigkeit und Forderung nach transparenten Informationsweitergaben
- Unterstützung in der Einarbeitung durch Praxisanleiter, beruflich Erfahrene oder Mentoren wird als Wertschätzung ihrer Person wahrgenommen
- Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsmodelle sind wichtig, um den Ansprüchen nach Work-Life-Balance gerecht zu werden.
- Die Mitarbeiter der Generation Z sind generell motiviert, erwarten aber regelmäßige Entwicklungsgespräche und das Aufzeigen von Möglichkeiten für ihre Entwicklung und Karriere
- Anerkennung und Wertschätzung von Leistungen sind essenziell
TIPP: Im Personalmanagement des OP ist es wichtig, nachfolgende Generationen gut in den Bereich zu integrieren. Dabei sollte man auch mal über den Tellerrand schauen und über die eigene Vergangenheit als ,Rookie' im OP nachdenken. Viele Denkanstöße der Generation Z erweisen sich durchaus als lohnenswerte Veränderungen, die auch Anderen zugutekommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem KTM-Newsletter im Juli 2026. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!