Mobiles Herzkatheter-Labor sichert Versorgung
/ KTM-Redaktion / Medizintechnik
Das Herzkatheter-Labor (HKL) des St. Antonius-Hospitals Kleve erhält derzeit ein Upgrade. Die Versorgung der Patienten wird währenddessen durch ein voll ausgestattetes mobiles Herzkatheter-Labor aus Skandinavien sichergestellt.
Das mobile Herzkatheter-Labor verfüge nicht nur über eine gleichwertige, sondern über eine nahezu identische Ausstattung wie die stationären Geräte vor Ort, so Dr. Norbert Bayer, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Nephrologie. Kernstück ist ein System, das in baugleicher Ausführung bereits in Kevelaer betrieben wird. Dadurch könne ohne zusätzlichen Schulungsaufwand oder Umgewöhnung wie gewohnt für die Patienten gesorgt werden. Mit dieser Lösung sei die Notfall- und Regelversorgung kardiologischer Patienten im Karl-Leisner-Klinikum vollumfänglich gesichert.
Der Lieferung und Inbetriebnahme des mobilen HKL war ein aufwendiger Suchprozess vorausgegangen. KKLE-Geschäftsführer Sadık Taştan: „Die schnelle Verfügbarkeit sowie die kurzfristige Einsatzbereitschaft waren zentrale Kriterien bei der Auswahl einer Übergangslösung bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten. In diesem Zusammenhang wurde europaweit nach geeigneten Einrichtungen gesucht.“ Auch für einen Krankenhausträger wie das Katholische Karl-Leisner-Klinikum sei das kein alltäglicher Vorgang.
Das 26 Tonnen schwere mobile Herzkatheter-Labor ist 13,6 Meter lang, 4,3 Meter breit und 4,2 Meter hoch. Im Inneren ist es in einen Untersuchungs-, einen Kontroll- und einen Technikraum aufgeteilt. Das verbaute Bildgebungssystem ,Siemens Artis One' ist baugleich zu den Geräten am Standort Kevelaer, sodass das Team ohne Umgewöhnung arbeiten kann. Das System des dänischen Anbieters Scandinavian Medical Solutions (SMS) war zuletzt im Rahmen eines NHS-Programms in Großbritannien im Einsatz.
Dieser Beitrag stammt aus dem KTM-Newsletter im Juli 2026. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!