Neue Förderphase des Netzwerks Universitätsmedizin
/ KTM-Redaktion / Forschung
Um die klinische Forschung auf nationaler Ebene zu koordinieren und einen standortübergreifenden Datenaustausch zu ermöglichen, schlossen sich im April 2020 die deutschen Universitätsklinika zum Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) zusammen. Am 1. Juli 2025 startet das NUM in seine dritte Förderphase, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2030 bewilligt worden ist.
Im NUM arbeiten Wissenschaftler aller 37 deutschen Universitätsklinika in interdisziplinären Forschungsprojekten und in bundesweit übergreifenden Forschungs- und Daten-Infrastrukturen zusammen. Diese methodischen, technischen und organisatorischen Plattformen werden im NUM vorgehalten und können für verschiedenste klinische Forschungsprojekte genutzt werden, etwa um die Datenerfassung sowie das Daten- und Bioproben-Management für große, multizentrische klinische Studien zu unterstützen. Ziel ist es, das NUM als zentrale Anlaufstelle (,One Stop Shop') für die medizinische Forschung zu etablieren und die klinische Forschung in Deutschland sowie den Wissenschafts- und Universitätsstandort Deutschland zurück an die internationale Spitze zu führen.
Mit der Fortführung kann das Netzwerk sein strategisches Ziel weiterverfolgen, einen einheitlichen Studien- und Datenraum für die klinische Forschung in Deutschland zu erschaffen. Zusätzlich werden kliniknahe Projekte mit unmittelbar praxisrelevanten Erkenntnissen realisiert, um Patienten besser zu versorgen und künftige große Krisen im Bereich der Öffentlichen Gesundheit zu managen. „Exzellente, zukunftsorientierte medizinische Forschung ist ohne digitale Transformation und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit nicht denkbar. Als Forschungsinfrastrukturbetreiber des NUM freuen wir uns über die Entscheidung des BMFTR, die wegweisenden Projekte und Plattformen des Netzwerks weiter zu fördern“, so Prof. Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Dresden.
Die Hochschulmedizin Dresden (HSMD) mit der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ist seit der ersten Förderphase des NUM im Netzwerk vertreten. Inzwischen besteht die lokale NUM-Community aus 15 wissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen beider Institutionen. Gesteuert und koordiniert werden die Forschungs- und Infrastrukturprojekte durch die lokale Stabsstelle des NUM, die am Zentrum für Medizinische Informatik (ZMI) bei Prof. Martin Sedlmayr angesiedelt ist und von Dr. Claudia Heine geleitet wird. „Die NUM-Initiative ist für den Medizinstandort Deutschland ein wesentlicher Faktor, um innovative, akademisch initiierte Forschung zu bündeln und gemeinsam voranzutreiben. Wir freuen uns, durch unsere intensive Einbindung in das Netzwerk einen signifikanten Beitrag leisten zu dürfen“, so Prof. Uwe Platzbecker, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden.
Die HSMD wird in den kommenden fünf Jahren – innerhalb von NUM 3.0 – eine tragende Rolle in der Forschungs-, Infrastruktur- und Managementlinie des Netzwerks einnehmen: So ist der Standort an elf Infrastrukturen beteiligt, stellt in vier Infrastrukturen die (Co-)Sprecher und leitet den Aufbau eines Registers für Seltene Erkrankungen (NUM4Rare).
Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) wurde im April 2020 gegründet, um die klinische COVID-19-Forschung der gesamten Universitätsmedizin zu koordinieren. Seither arbeiten Forschende aller 37 deutschen Uniklinika unter dem Dach des NUM auf gemeinsamen Plattformen in interdisziplinären Forschungsprojekten zusammen. Hierfür hat das Netzwerk spezialisierte Forschungsinfrastrukturen aufgebaut. Diese methodischen, technischen und organisatorischen Plattformen werden im NUM vorgehalten und können für verschiedenste klinische Forschungsprojekte genutzt werden, etwa um die Datenerfassung sowie das Daten- und Bioproben-Management für große, multizentrische klinische Studien zu unterstützen. Ziel ist es, das NUM als zentrale Anlaufstelle (,One Stop Shop') für die medizinische Forschung zu etablieren und die klinische Forschung in Deutschland sowie den Wissenschafts- und Universitätsstandort Deutschland zurück an die internationale Spitze zu führen.