Paxis-Tipp: Perspektivwechsel Ambulantes Operieren
/ KTM-Redaktion / Praxis-Tipp
Das Ambulante Operieren ist, bedingt durch die aktuelle Gesetzgebung, in den Fokus der Krankenhäuser gerückt. Strukturen für das Ambulante Operieren in den Kliniken ‚mal schnell auf die Füße zu stellen‘ erweist sich in vielen Fällen aber als komplexer als gedacht.
Es ergeben sich verschiedenste Fragen:
- Wie viele Ambulante Operationen werden durchgeführt und wo finden diese statt?
- Sind Räumlichkeiten vorhanden, die genutzt werden können oder muss neu oder angebaut werden?
- Wie sind die Strukturen und wie können sie umgesetzt werden?
Grundlegend lassen sich die Themen in zwei Fragestellungen bündeln.
- Wie kann das Krankenhaus ambulantes Operieren effektiv, ressourcenschonend und kostengünstig abdecken?
- Was bedeutet es, wenn Operationen aus den OP-Bereichen ins Ambulante Operieren überführt werden
Es lohnt sich, die Voraussetzungen für ein Ambulantes Operieren aus Patienten- und Organisationsperspektive zu betrachten.

Termintreue ist für die Patienten und die Organisation wichtig. Für die Patienten ist sie ein wichtiges Organisationsmerkmal und für die Organisation eine wichtige Voraussetzung für einen effizienten Behandlungsprozess. Zusätzlich kann sich die Klinik als zuverlässiger Gesundheitspartner für die Patienten positiv positionieren.
Eine stringente und adressatengerechte Kommunikation führt bei den Patienten zu einer aktiven Einbindung in den Behandlungsablauf, den die Patienten positiv wahrnehmen möchten. Für die Organisation bedeutet es, dass Kommunikationsstrukturen einfach und effektiv gestaltet werden sollten.
Ein wichtiger Aspekt in der Wahrnehmung der Patienten und der Mitarbeitenden ist ein nachvollziehbarer und zügiger Behandlungsablauf. Den ohnehin wahrgenommenen „Ausnahmezustand“ möchten die Patienten gut und professionell erleben. Die Organisation und die Patienten profitieren gleichermaßen davon.
Der Begriff ‚Servicequalität‘ ist ergänzend zu den vorherigen Themen zu sehen. Eine gute Servicequalität setzt sich aus Professionalität, Beherrschung des Organisationsprozesses und eine hohe Prozessstabiltät und starke Prozesskultur zusammen. All diese Aspekte sind keine Selbstverständlichkeiten und müssen gelebt werden.
Weitere Ausführungen zu den angesprochenen Themen finden Sie im Buch OP-Management Grundlagen, 6., neu bearbeitete und erweiterte Auflage.
Dieser Beitrag stammt aus dem KTM-Newsletter 03/2026. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!
