Symbolische Darstellung zum Forschungsprojekt
Grafik mit Gemini Nano Banana generiert von Silvia von Karstedt

Studie identifiziert vielversprechenden Ansatz gegen KRAS-mutierte Tumoren

/ KTM-Redaktion / Forschung

Forschende des Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) der Universität zu Köln haben einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, der KRAS-mutierte Bauchspeicheldrüsenkrebszellen gezielt angreifbar macht. Die Ergebnisse der Studie könnten neue Ansätze für die Behandlung des besonders aggressiven Pankreaskarzinoms eröffnen.

Laut der Forscher weisen rund 90 Prozent aller Bauchspeicheldrüsenkarzinome Mutationen im KRAS-Gen auf, die das Tumorwachstum antreiben. Das Kölner Forschungsteam konnte nun zeigen, dass diese Mutationen die Krebszellen zugleich anfällig für die sogenannte Nekroptose machen – eine entzündliche Form des programmierten Zelltods. Entscheidend ist dabei das Protein Caspase-8, auf das die Tumorzellen angewiesen sind, um diesen Zelltod zu verhindern. Wird Caspase-8 blockiert, sterben die Krebszellen ab, so das Forschungsteam.

In präklinischen Modellen verringere die gezielte Auslösung der Nekroptose sowohl die Entstehung von Tumorvorstufen als auch das Wachstum bestehender Tumoren, berichten die Forscher. Eine Kombination bereits klinisch eingesetzter Wirkstoffe verlängere zudem das Überleben der Versuchstiere. Auch in patientenabgeleiteten Tumororganoiden zeige der Therapieansatz eine ausgeprägte Wirksamkeit.

Nach Einschätzung der Forschenden eröffnet die entdeckte Schwachstelle neue Perspektiven für die Entwicklung zielgerichteter Therapien gegen KRAS-mutierten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bevor der Ansatz in der klinischen Praxis eingesetzt werden kann, sind jedoch weitere Untersuchungen und klinische Studien erforderlich.