Ärzte im Operationssaal mit großem Bildschirm
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Wie verändern neue IT- und KI-Systeme den OP?

/ Thomas Wytrieckus / Praxis-Tipp

Ein Beitrag von Thomas Wytrieckus

Die IT-Entwicklung geht rasant schnell voran. Das Krankenhaus ist dabei ein Hotspot für verschiedenste IT-Anwendungen. Angefangen von rein technisierten Produktionssystemen wie dem Labor über Patientendokumentationssysteme, Verlaufs- und Abrechnungssysteme bis zu haustechnischen Lösungen. Bei näherer Betrachtung kann festgestellt werden, dass oftmals mehr als 100 verschiedene Systeme in den Krankenhäusern in unterschiedlicher Ausprägung und Vernetzung vorhanden sind.

KI-Systeme werden dabei eine entscheidende Rolle einnehmen, da sie nicht nur die traditionellen Digitalisierungsmöglichkeiten abbilden können, sondern qualitative und zeitliche Verbesserungen im Verlaufsprozess erreichen können, eine höhere Behandlungspräzision- und -qualität dem Patienten zugutekommt, die Komplikations- und Fehlerquote verbessern können und Routineaufgaben übernehmen können, um so personelle Kapazitäten freizusetzen.

In den OP-Bereichen werden folgende beispielhafte KI-Anwendungen sichtbar bzw. stehen in Aussicht:

  • Patientenorientierte Therapieplanung, z.B. durch sogenannte ‚digitale Patientenzwillinge‘ (Digital Twins) als Simulationssystem unter Integration patientenspezifischer Daten.
  • Bildgestützte Analysesysteme und Navigationssysteme kombiniert mit bildgebenden Verfahren analysieren und unterstützen Operationen in Echtzeit, bspw. durch 3D-Modellierungen.
  • OP-Planungssysteme analysieren neben dem geplanten Verfahren die medizinischen Ausgangsvoraussetzungen des Patienten, um eine genaue Zeitplanung für die Anästhesie und die Operation zu erstellen.
  • KI-unterstützte Möglichkeiten in der intelligenten roboterassistierten Chirurgie mit dem Ziel einer höheren Operationspräzision sowie Road Map-Planung.
  • Digitale Assistenten für teil- bzw. vollautomatisierte Workflows sowie Übernahme von Kommunikationskaskaden
  • Intelligente Warenwirtschaftssysteme, die im Bereich Implantate- und Konsignationswaren Kommunikations-, Prozess- und Ablaufkommunikationen übernehmen.

Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und machen den aktuellen Markt sowie die Möglichkeiten komplex. Das Krankenhaus bzw. der OP kann von den aktuellen Entwicklungen enorm profitieren und sich dadurch zukünftig entscheidend entwickeln.

Dieser Beitrag stammt aus dem KTM-Newsletter zur DMEA im April 2026. Melden Sie sich hier kostenlos an, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!