14. März: Krankenhaus in Krise, Terror, Krieg

Am 14. März findet in Berlin die Kritis-Fachtagung ,Krankenhaus in Krise, Terror, Krieg' statt. Neben einer steigenden Zahl von Cyberangriffen ist z.B. auch die Gefahr eines Angriffs auf Krankenhäuser im Rahmen eines Konfliktes gewachsen.


Der Frage, wie vorbereitet die Krankenhäuser in Deutschland auf Bedrohungen (Cyber, Terror, Kriegs- und Katastrophenfall) sind, geht die Kritis-Fachtagung ,Krankenhaus in Krise, Terror, Krieg' am 14. März 2024 von 8.30 bis 18.00 Uhr im BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin nach. Denn die Gefahr eines Angriffs auf Krankenhäuser im Rahmen eines Konfliktes oder eines Terroranschlags wie auch deren Überlastung durch Massenfälle von Verletzten in Europa sei größer geworden, so die Veranstalter, der Verein Gesundheitsstadt Berlin und das BG Unfallkrankenhaus Berlin. Die Überlastung der Krankenhausinfrastruktur Deutschlands (oder sogar direkte Angriffe auf diese) als zentrale Leistungsträger des Gesundheitssystems hätten schwerwiegende humanitäre, politische und wirtschaftliche Folgen, deren psychologische Effekte geeignet seien, die Resilienz der Gesellschaft negativ zu beeinflussen. Aus diesem Grund seien Krankenhäuser hochattraktive Ziele für unterschiedliche Akteure, so die Veranstalter.

In den vergangenen Monaten kam es vermehrt zu Cyberangriffen auf Krankenhäuser – national wie international, und häufig mit verheerenden Auswirkungen auf die Kliniken. Auch physisch durchgeführte Angriffe waren zu verzeichnen. „Insgesamt ist nach Auswertung internationaler Daten (hier der ,Terrorist Event Database') die terroristische Bedrohung gegenüber medizinischen Einrichtungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, so Oberstabsarzt Marvin Schulz, 9. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 31. Dennoch würden sich Krankenhäuser bislang eher unzureichend mit der Bedrohungslage auseinandersetzen. „Die erste Maßnahme ist es, sich als Klinik ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen und das festgelegte Konzept in seinem Krankenhausalarm- und Einsatzplan (KAEP) schriftlich festzuhalten“, sagte der Oberstabsarzt. Im nächsten Schritt sollten die Mitarbeitenden des Hauses die Inhalte des KAEP kennen, denn ein Bewusstsein für die Gefahr und eine gewisse Handlungssicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden das Grundgerüst zur möglichst erfolgreichen Bewältigung solcher Szenarien darstellen, erklärte der Mediziner, der einer der Referenten bei der Fachtagung sein wird.

In seinem Vortrag „Kritische Analyse des Problembewusstseins und des Stands der Vorbereitung deutscher Krankenhäuser auf Bedrohungen“ wird Schulz die aktuelle Situation in Krankenhäusern beleuchten und konkrete Handlungsempfehlungen geben.

Die Kritis-Fachtagung ,Krankenhaus in Krise, Terror, Krieg' will ein Diskussionsforum schaffen und die handelnden Personen von Bund und Ländern sowie von Sicherheitskräften aus Gesundheitswesen und Wirtschaft zusammenbringen mit dem Ziel, bestehende Netzwerke zu stärken, neue zu knüpfen und gemeinsam Antworten auf wichtige Fragen zu finden. Bis zum 8. März 2024 kann man sich hier für die kostenpflichtige Tagung anmelden. Auch ein detailliertes Programm ist unter dem Link zu finden.

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