Arbeitszeitmodell ‚Flexpool‘ an der Paracelsus Klinik Bad Ems

©Valentin Pellio

Die Paracelsus Klinik Bad Ems hat ein neues Arbeitszeitmodell für Pflegekräfte gestartet. Im ‚Flexpool‘ entscheiden die Mitarbeiter:innen selbst, wann und wie viel sie arbeiten wollen. Die Klinik legt fest, wo sie arbeiten. Derzeit sind je fünf Stellen in den beiden Flexpools ‚peripher‘ sowie ‚Intensivpflege und zentrale Notaufnahme‘ zu besetzen. Das Angebot richtet sich an Pflegefachkräfte mit einer Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege und soll die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtern. „Im Flexpool werden die Dienstpläne flexibel und individuell auf die Mitarbeiter zugeschnitten“, erklärt Andreas Kremer, Pflegedirektor und Leiter der Flexpools der Paracelsus Klinik in Bad Ems. Das sei eine Erleichterung für Mitarbeiter:innen, die privat stark eingebunden sind. Die Mindestarbeitszeit liegt bei vier Stunden pro Arbeitstag, Klinik und Flexpool-Beschäftigte einigen sich auf eine monatliche Arbeitsstundenzahl, die von beiden Seiten eingehalten werden muss. Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an Pflegefachkräfte mit Kindern, sondern an alle, die Arbeitszeiten wollen, die in ihr (Privat-)Leben passen. “Angesichts des Fachkräftemangels sind wir als Klinik aufgerufen, unseren Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit zu ermöglichen. Der Flexpool ist ein Instrument, das sich deutschlandweit zunehmend bewährt”, sagt Andreas Kremer.

Die Pflegefachkräfte werden auf verschiedenen Stationen eingesetzt, immer dort, wo sie am dringendsten benötigt werden. Im Flexpool ‚peripher‘ sind die Mitarbeiter:innen in zehn medizinischen Bereichen der Akutklinik in Bad Ems eingesetzt. Eine Arbeitswoche kann daher ganz unterschiedlich: Man ist am ersten Tag in der Geriatrie, am zweiten Tag in der Chirurgie und den dritten Tag in der Inneren. Oder man ist eine Woche auf der gleichen Station.

Auch das Krankenhaus profitiert von den Flexpools, denn bei hoher Auslastung der Stationen oder der zentralen Notaufnahme wird das Flexpool-Team zur Unterstützung dazu gerufen. Das Krankenhaus kann so besser auf die vorherrschende Situation reagieren. Krankheitsbedingte Ausfälle werden durch kurzfristiges Einspringen der Flexpool-Kräfte schneller kompensiert, was auch Nicht-Flexpool-Mitarbeitenden zugutekommt. Die Flexpool-Teams sind dort zur Stelle, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden und entlasten den gesamten Krankenhausbetrieb. Das wird belohnt: mit 200 Euro monatlichem Bonus im Flexpool ‚peripher‘ und bis zu 400 Euro im Flexpool ‚Intensivpflege und zentrale Notaufnahme.

Zurück