Besonderer Einsatz für die Organspende in Erfurt

Im Erfurter Krankenhaus St. Johann Nepomuk ist die Organspende selbstverständlicher Teil der medizinischen Aufgaben. Dafür wurde das Krankenhaus vor Kurzem ausgezeichnet: von Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, in Erfurt, Thomas Biet, Kaufmännischer Vorstand der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) und Dr. med. Katalin Dittrich, Geschäftsführende Ärztin der DSO.

Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß Transplantationsgesetz und bietet den rund 1200 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Unterstützungsangebote bei den Abläufen der Organspende an. Dazu gehören Vorträge und Beratungen in den Kliniken, Fort- und Weiterbildungen, ein zertifiziertes E-Learning-Fortbildungsprogramm sowie fachbezogene Informations- und Arbeitsmaterialien. In der Region Ost (Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen) gibt es 141 Krankenhäuser, zu deren Aufgaben es gehört, mögliche Organspender zu erkennen und an die DSO zu melden.

Seit vielen Jahren zeichnet die DSO gemeinsam mit den jeweiligen Landesministerien Krankenhäuser aus, die sich besonders vorbildlich für die Organspende engagieren. Ziel ist es, die Anstrengungen einzelner Krankenhäuser zu würdigen und sie weiter zu motivieren. Außerdem soll die Auszeichnung andere Kliniken anspornen, ebenfalls optimale Voraussetzungen für mögliche Organspenden zu etablieren. Die Zahl durchgeführter Organspenden ist kein vorrangiges Kriterium. Die Auswahl der zu ehrenden Kliniken erfolgt jeweils in Abstimmung mit dem regionalen Fachbeirat einer DSO-Region, der sich zusammensetzt aus Vertretern der regionalen Transplantationszentren, der Landesärztekammern, der gesetzlichen Krankenversicherer und der Krankenhäuser der Region sowie einem Vertreter des jeweiligen Bundeslandes. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie gibt es in diesem Jahr keine gemeinsame Auszeichnung aller drei in der Region Ost ausgezeichneten Krankenhäuser; die Ehrungen erfolgen einzeln in den jeweiligen Kliniken.

In Thüringen gab es 2019 insgesamt 27 Organspender (2018: 37). Es konnten 68 Organe für die Transplantation entnommen werden (2018: 116). 316 Menschen aus Thüringen standen Ende September 2020 auf der Warteliste für eine Transplantation. Von Januar bis Ende September 2020 spendeten 23 Menschen nach dem Tod ihre Organe, im selben Vorjahreszeitraum waren es 20.

www.dso.de

Bild: Foto 1 von links: Julia Fischer, Gesundheits- und Krankenpflegerin; Weihbischof Dr. Reinhard Hauke; Malte Schmidt, Oberarzt und Anästhesist sowie  Transplantationsbeauftragter; Thomas Ruby, Pfleger und Transplantationsbeauftragter; Thomas Biet MBA, LL.M., Kaufmännischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation; Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie; Dipl. Betrw. (DH) Stefan A. Rösch, Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung Thüringen gGmbH; Dr. med. Katalin Dittrich, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation in der Region Ost; Dr. med. Stefan Dammers, Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt

Bildquelle: Katholische Krankenhaus St. Johann Nepomuk Erfurt / Michael Voigt

Zurück