Bewegung von Keimen erkennen und eindämmen

Klinische Tests am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) haben gezeigt, dass antimikrobiell beschichtete Oberflächen auf Basis der Photodynamik die Anzahl von Keimen erheblich reduzieren können. Nun soll unter der Konsortialführung der Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie, zusammen mit den Entwicklern der Oberflächenbeschichtung der Firma Dyphox, ein weiterer Schritt in Richtung Patientensicherheit erfolgen. Im Projekt „PACMAN“ untersuchen Forscher, welchen Einfluss die antimikrobielle Beschichtung auf die Verbreitung von Keimen in patientennahen Bereichen eines Krankenhauses hat. Dazu sollen Oberflächen auf zwei Intensivstationen beschichtet werden. Zudem soll ein minutenschnelles Keimdetektionssystem entwickelt und getestet werden. Die Bayerische Forschungsstiftung fördert das Projekt für drei Jahre mit 1,5 Millionen Euro.

Zudem entwickelt die Firma PreSens eine Sensorfolie, mit deren Hilfe lebendige Bakterien durch ihren Sauerstoffverbrauch erkenntlich gemacht werden können. Mit dieser neuartigen Vor-Ort-Reinigungskontrolle erkennen die Forscher, wie gut die Desinfektionsleistung der antimikrobiellen Beschichtung ist. Eine Kamera soll innerhalb weniger Minuten direkt vor Ort messen, ob die Bakterien auf der Fläche abgetötet wurden. Bislang dauert eine solche Messung zur Keimbestimmung in einem Labor zwischen bis zu 48 Stunden. „Ein Keim der vor Ort abstirbt, kann keinen Schaden mehr anrichten, und das muss unser Ziel sein“, so die Wissenschaftler.

Bildquelle: Dyphox

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