Bundeswehrkrankenhaus Koblenz: Grundstein gelegt

So soll das moderne, zukunftsweisende OP- und Multifunktionsgebäude künftig aussehen. ©wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh

Mitte September 2022 wurde der Grundstein für das neue, siebengeschossige Operations- und Funktionsgebäude im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz (BwZKrhs) gelegt. Hitzler Ingenieure mit Hauptsitz München steuert das millionenschwere Projekt seit 2017 und verantwortet seitdem die Projektorganisation und -koordination der einzelnen Baumaßnahmen, die Kosten- und Terminsteuerung sowie die vertragsgerechte Leistungserbringung aller Projektbeteiligten. Das neue Funktionsgebäude mit Operationssälen umfasst künftig auf einer rund 48.540 m² großen Bruttogeschossfläche einen Highcare-Bereich, die Notfallmedizin, drei Ambulanz-Module mit sieben Fachabteilungen, die Radiologie, eine Apotheke sowie die Pathologie und Zentrale Sterilisation. Auf dem Dach des Gebäudes entsteht ein neuer Hubschrauberlandeplatz mit kurzer Anbindung an die einzelnen Stationen. „Der Fortschritt der Medizin und der Forschung sowie die gewachsenen Anforderungen an die klinischen Arbeitsabläufe erfordern zwingend neue Raum- und Arbeitsstrukturen“, so Iris Schlösser, zuständige Projektleiterin von Hitzler Ingenieure Koblenz. Nur so könne ein Höchstmaß an zukunftssicherer medizinischer Versorgung, Diagnostik und Therapie für die Bevölkerung in Koblenz und Umgebung garantiert werden.

Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnitts belaufen sich auf 221 Mio. Euro, weitere 85 Mio. Euro werden für das medizinische Gerät veranschlagt. Die Baumaßnahme soll bis 2027 fertiggestellt sein. Den Energiebedarf des neuen, hochtechnisierten Gebäudes und der Liegenschaft insgesamt wird eine sich ebenfalls bereits im Bau befindliche neue Energiezentrale decken, die voraussichtlich 2025 in Betrieb geht und die alte Energiezentrale ablöst.

Bauherr ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, das wiederum durch das Amt für Bundesbau Rheinland-Pfalz (ABB) vertreten wird. Die Baudurchführung liegt beim Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) Rheinland-Pfalz.

Das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz wurde von 1952 bis 1955 als ‚André Curtillat Lazaret‘ erbaut und ist damit das älteste und gleichzeitig größte Krankenhaus der Bundeswehr. Seine medizinischen Schwerpunkte liegen in der traumatologischen Notfallversorgung, der Neurotraumatologie, der interdisziplinären Gefäßmedizin und Herzchirurgie. Außerdem beinhaltet es ein Kopf- und ein onkologisches Zentrum. Seit 2006 ist das BwZKrhs eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus ist es Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und behandelt Soldaten und zivile Patienten.

Zurück