Eines der modernsten Herzkatheterlabore Bayerns steht in Ingolstadt

Mit seinem neuen Herzkatheterlabor ermöglicht das Klinikum Ingolstadt sichere Diagnosen bei Angina-Pectoris-Patienten, bei denen die sonst typischen Engstellen an den großen Herzkranzgefäßen fehlen. Es gibt nicht wenige Patient:innen, bei denen bisher mit herkömmlichen Diagnosemitteln keine Ursache für das Druckgefühl in ihrer Brust, für die Beschwerden unter Belastung, gefunden werden konnte. Diese Patient:innen leiden oft an einer sogenannten koronaren mikrovaskulären Dysfunktion. Dabei handelt es sich um eine Fehlfunktion der kleinen und kleinsten Blutgefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Bei dieser Erkrankung können sich die kleinen Adern nicht mehr ausreichend erweitern, um dem Herzmuskel unter Belastung ausreichend Sauerstoff zu liefern. Die Betroffenen geraten unter körperlicher Belastung in Atemnot oder verspüren Schmerzen im Herzbereich, die meist nach der Belastung wieder schnell abklingen. Eine sichere Diagnose ist mit modernster Technik wie im Klinikum Ingolstadt möglich Kardiolog:innen können mit der neuen der neuen Technik feinste Einengungen der Mikrozirkulation aufspüren und nachweisen. „Durch einen Nachweis dieser krankhaften Veränderungen gewinnen wir die Chance, die Therapie individuell anzupassen“, erklärt Prof. Dr. Karlheinz Seidl, Direktor der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin am Klinikum Ingolstadt.

Das neue Links-Herzkatheterlabor im Klinikum Ingolstadt arbeitet besonders patientenschonend, weil es mit einer deutlich verringerten Strahlenbelastung auskommt. Davon profitieren nicht nur die Untersuchten, sondern auch die Mitarbeiter:innen. Integriert in die Anlage ist die invasive Bildgebung wie Ultraschall im Herzkranzgefäß. Damit lässt sich zum Beispiel kontrollieren, ob ein Stent (Drahtgeflecht) richtig positioniert und ausreichend aufgedehnt ist. Alle wichtigen Anwendungen lassen sich am Untersuchungstisch über einen einzigen Touchscreen steuern, damit die Ärzt:innen in einem sterilen Umfeld schnell und fundiert entscheiden können. Für das Gerät selbst und den Umbau haben die Träger des Klinikums, Stadt Ingolstadt und Bezirk Oberbayern, die Summe von 1.265.000 Euro investiert.

Das Klinikum Ingolstadt betreibt in der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin zwei Herzkatheterlabore gleichzeitig. Damit ist bei Notfällen sichergestellt, dass immer eine Diagnose- und Eingriffsmöglichkeit rechtzeitig zur Verfügung steht.

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