Gewalt gegen Ärzte: BGW zeigt Maßnahmen

Verbale oder körperliche Gewalt gegen medizinisches und pflegerisches Personal ist keine Seltenheit. Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, Gefährdungen vorzubeugen und Beschäftigten beizustehen. Unterstützung dabei bietet die BGW.

©WavebreakmediaMicro – stock.adobe.com


Verbale oder gar körperliche Übergriffe auf medizinisches und pflegerisches Personal sind keine Seltenheit und treffen oft auch Ärzte. Es liegt dabei in der Verantwortung des Arbeitgebers, Gefährdungen vorzubeugen und Beschäftigten beizustehen. Unterstützung beim systematischen Umgang mit Gewalt gibt es von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Mit der Kampagne #GewaltAngehen macht die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) aktuell auf die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungs- und Einsatzkräften aufmerksam. Doch Gewalt ist nicht auf Rettungswagen begrenzt, sie macht nicht an der Kliniktür halt und kann sich auch gegen Ärzte richten. Besonders häufig betroffen ist das Personal von Notaufnahmen. Ebenso berichten niedergelassene Ärzte, dass die Stimmung im Warte- und Sprechzimmer zunehmend angespannter ist.

Wie in einer Einrichtung mit Gewalt umgegangen wird, hängt entscheidend von der Unternehmensführung und den Führungskräften ab. Präventive Maßnahmen stärken das Sicherheitsgefühl am Arbeitsplatz und tragen dazu bei, dass sich die Mitarbeiter gut auf Gewaltvorfälle vorbereitet fühlen. Unterstützen können Betriebe ihre Beschäftigten, indem sie Präventionsmaßnahmen umsetzen und diese beim Personal bekannt machen.

Betriebe können, um Risiken zu minimieren, zum Beispiel bauliche und technische Maßnahmen wie geschützte Bereiche, Fluchtwege und Notrufsysteme umsetzen – diese schaffen mehr Sicherheit für Mitarbeitende. Darüber hinaus können Unternehmen beispielsweise Deeskalationstrainings anbieten und Notfallpläne für kritische Vorfälle sowie Angebote zur Nachsorge vorhalten.

Handlungshilfen und weitere Angebote der BGW unterstützen dabei, eine Strategie zur Gewaltprävention und Nachsorge zu entwickeln und umzusetzen:

  • Organisationsberatung zum Umgang mit Gewalt und Aggression
  • Fortbildungen für Führungskräfte
  • Qualifizierung von innerbetrieblichen Deeskalationstrainern
  • Qualifizierung von kollegialen Erstbetreuern
  • Analysetools zur Arbeitssituation und psychischer Belastung
  • Beratungs- und Betreuungsangebote für Betroffene wie telefonisch-psychologische Beratung nach traumatischen Vorfällen

Auf www.bgw-online.de/gewalt stehen Informationen über die genannten Angebote bereit. Dort erhalten Unternehmensleitungen auch praktische Tipps, wie Betroffenen nach einem Gewaltereignis geholfen werden kann und wann ein Vorfall als Arbeitsunfall an die BGW gemeldet werden sollte.

Diese Meldung finden Sie auch in unserem Mai-Newsletter.

Zurück