Inflammation, Infektion und Immunität

Rohbau Campus Forschung II (CF II), Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI). ©UKE

Ein Meilenstein im Zukunftsplan 2050 des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist erreicht: Das Richtfest für den Campus Forschung II (CF II) und das Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) wurde gefeiert. Der Neubau bietet nach Fertigstellung mit rund 150 Laboreinheiten optimale Voraussetzungen, um die biomedizinische Grundlagen- und klinisch-translationale Immunitäts-, Infektions- und Entzündungsforschung im UKE weiterzuentwickeln.

Das Gebäude gliedert sich in zwei Flügel: Im nördlichen wird der CF II, im südlichen das HCTI untergebracht sein. Im Fokus stehen die Erforschung von Infektionserregern, die von ihnen ausgelösten Infektionserkrankungen sowie die Rolle des Immunsystems, sowohl bei der Erregerabwehr, aber auch bei chronisch entzündlichen- und Autoimmunerkrankungen. „Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen in den neuen Gebäuden sowie die unmittelbare Nähe zu den Patient:innen im Klinikum kann die Medizin weiter entwickelt werden – nicht nur zur Therapie von Infektionskrankheiten, sondern auch zum Verständnis von vielen weiteren Erkrankungen, bei deren Entstehung das Immunsystem eine Rolle spielt, beispielsweise bei Krebs- oder Autoimmunerkrankungen“, erläutert Prof. Dr. Martin Aepfelbacher, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene, der gemeinsam mit Prof. Dr. Ulf Panzer, III. Medizinische Klinik und Sprecher des HCTI, die inhaltliche Ausgestaltung der neuen Forschungszentren plant.

Der Ansatz der interdisziplinären Zusammenarbeit zeigt sich auch in der Architektur: Der sechsstöckige Gebäudekörper mit einer Bruttogeschossfläche von rund 18.000 Quadratmetern gliedert sich in zwei parallel stehende Gebäuderiegel mit einem Verbindungstrakt in der Mitte. Offen gestaltete Seminar- und Veranstaltungsbereiche im Erdgeschoss sowie Besprechungsräume und Aufenthaltsflächen in den oberen Ebenen unterstützen den wissenschaftlichen Austausch der Mitarbeitenden. Rund 120 Büroarbeitsplätze und 190 Laborarbeitsplätze im Campus Forschung II sowie rund 120 Büroarbeitsplätze und 170 Laborarbeitsplätze im HCTI verteilen sich auf das Untergeschoss, das Erdgeschoss und vier Obergeschosse. Über jedem Gebäudekörper findet sich ein Staffelgeschoss mit einer Technikzentrale. Durch die Baukörperstellung und die künftige Backsteinfassade des Neubaus wird die Formensprache von Campus Forschung I aufgegriffen und zu einem harmonischen Gebäudeensemble zusammengefügt.

Die Arbeiten am Neubau, koordiniert von der Klinik Facility Management Eppendorf GmbH (KFE), liegen im Zeitplan. Die Ausbauarbeiten haben bereits begonnen. Die Baukosten werden mit etwa 91 Millionen Euro veranschlagt, von denen der Bund rund 22,7 Millionen Euro für das HCTI übernimmt.

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