Joint Venture: Miele und Metall Zug

Zum Ausbau seiner Medizintechnik- und Pharmasparte in der Business Unit Professional bringt Miele seine Tochter Steelco Group in ein Joint Venture mit der Schweizer Industrieholding Metall Zug AG ein. Metall Zug steuert seine beiden Belimed-Gesellschaften Infection Control und Life Science bei.

(v.l.) Dr. Axel Kniehl (Miele), Dr. Stefan Breit (Miele), Dr. Christian Kluge (Miele), Martin Wipfli (Metall Zug AG), Matthias Rey (Metall Zug AG). ©Miele


Steelco wie Belimed stehen für Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationslösungen in Krankenhäusern, biomedizinischer Forschung und für pharmazeutische sowie biotechnologische Anwendungen. Mit ihrem gemeinsamen Produkt- und Dienstleistungsportfolio wollen beide Unternehmen zu einem der kundenorientiertesten, innovativsten und zuverlässigsten Anbieter der Branche zusammenwachsen. Die Vereinbarung des Joint Ventures, an dem Miele 67 Prozent und Metall Zug 33 Prozent halten sollen, wurde am 27. November unterzeichnet. Sie soll nach Erhalt erforderlicher regulatorischer Genehmigungen vollzogen werden. Belimed und Steelco zählen seit Jahrzehnten zu renommierten Anbietern in diesem Bereich – mit Produkten und Services für Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von medizinischem Gerät, Laborbedarf sowie Lösungen für die Pharmaindustrie und biotechnologische Anwendungen. Beide Unternehmen teilen zudem das Bekenntnis zu höchster Qualität und maximaler Kundenorientierung.

„Die Business Unit Professional hat schon heute sehr große Bedeutung für Miele”, sagt Dr. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing & Sales der Miele-Gruppe: „Mit dem Joint Venture stärken wir unsere strategische Position als globaler Premiumanbieter in der Medizin- und Pharmatechnik und schaffen zusätzliche Wachstumschancen vor allem in Nordamerika und Asien.“

Steelco ist seit 2017 Teil von Miele. In der Tochtergesellschaft ist unter anderem das weltweite Klinikprojektgeschäft gebündelt, folglich die komplette Planung und Ausstattung von Sterilisationsabteilungen in Krankenhäusern. Das 2001 gegründete Unternehmen hat zwei Produktionsstandorte am Hauptsitz Italien und hält Niederlassungen in 14 Ländern sowie ein starkes Netzwerk von Distributoren in seinen Kernmärkten. 2022 erzielte Miele mit dem Steelco-Geschäft einen Umsatz von rund 194 Mio. Euro und beschäftigte rund 800 Mitarbeiter:innen. Neben langjähriger Expertise in den Bereichen Infektionsschutz und Pharma bringt Steelco vor allem ein breites Produktportfolio sowie hohe Innovationskraft in das Projekt ein. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Belimed – gemeinsam wollen wir unseren Kundinnen und Kunden die innovativsten und zuverlässigsten Lösungen der Branche anbieten“, sagt Fabio Zardini, CEO von Steelco.

Mit seiner Zentrale im schweizerischen Zug sowie Produktionsstandorten in Sulgen (Schweiz) und Grosuplje (Slowenien) beschäftigt Belimed rund 1.300 Mitarbeiter:innen in den Geschäftsbereichen Infektionsschutz und Pharma. Mit den beiden Gesellschaften Belimed Infection Control und Belimed Life Science ist die Gruppe in mehr als 80 Ländern vertreten, teils mit eigenen Vertriebs- und Servicehubs, und insbesondere in Wachstumsmärkten wie den USA und China. Der Umsatz betrug zuletzt rund 229 Mio. Schweizer Franken. „Steelco und Miele sind starke und verlässliche Partner, die mit ihrer Wachstumsdynamik und langjährigen Expertise hervorragend zu uns und unseren gemeinsamen Zukunftsplänen passen“, sagt Martin Wipfli, Präsident des Verwaltungsrats der Metall Zug AG.

„Durch das Joint Venture wollen wir das Beste aus den zwei Welten verbinden. Mit einem breiten, innovativen und vernetzten Produktportfolio sowie einem engmaschigen globalen Vertriebs- und Servicenetz schaffen wir maximale Kundennähe“, sagt Dr. Christian Kluge, Leiter der Business Unit Professional von Miele, zu deren Umsatz von zuletzt mehr als 750 Mio. Euro auch das Steelco-Geschäft maßgeblich beigetragen hat. Das Joint Venture soll operativ durch ein gemischtes Managementteam mit Vertretern von Miele, Steelco sowie Belimed und unter Vorsitz von Kluge geführt werden. In Personalunion soll Kluge auch Vorsitzender des geplanten fünfköpfigen Verwaltungsrates sein, zusammen mit je zwei Vertretern von Miele und Metall Zug.

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