Bündnis für Sepsis-Aufklärung: Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“ gestartet

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS), die Sepsis Stiftung, die Deutsche Sepsis-Hilfe, der Sepsisdialog der Universitätsmedizin Greifswald und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) haben die Aufklärungskampagne „Deutschland erkennt Sepsis“ gestartet. Ziel ist es, über die Gefahren einer Sepsis („Blutvergiftung“) aufzuklären sowie die typischen Warnzeichen in der Bevölkerung und bei medizinischem Personal bekannter zu machen. Alle Beteiligten rufen ganz Deutschland dazu auf, an der Kampagne teilzunehmen. Hintergrund: Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall, wie Schlaganfall oder Herzinfarkt, der jeden treffen kann und oft zu spät erkannt wird. Tausende sterben jährlich in Deutschland an einer Sepsis, Überlebende erleiden oft schwere Folgeschäden: Amputationen, chronische Erschöpfung und Depression. Diese Schäden wären bei rechtzeitiger Erkennung einer Sepsis vermeidbar.

Für die Aufklärungskampagne wurde die Webseite www.deutschland-erkennt-sepsis.de eingerichtet. Dort sind zahlreiche Informationsmaterialien zur Sepsis, die typischen Warnzeichen und die Verhaltensregeln im Notfall zu finden. Dazu gibt es ein Kampagnenlogo, verschiedene Poster, einen Flyer und einen Aufklärungsfilm mit dem Titel „Sepsis: Gönn dem Tod ne Pause“.

Eine Sepsis entsteht meist nicht im Krankenhaus, sondern in ganz alltäglichen Lebenssituationen. Deswegen sollte jeder in der Lage sein, die kritischen Zeichen zu erkennen und die entscheidende Frage zu stellen: Könnte es Sepsis sein? Diese Frage kann Leben retten, da sind sich alle Bündnispartner einig.

Martin Schneider, Leiter der vdek-Landesvertretung Rheinland-Pfalz: „Nahezu jede Infektionskrankheit und fast jeder Krankheitserreger kann zur Sepsis führen, das gilt auch für Grippe oder Corona. Durch Vorbeugen von Infektionen, zum Beispiel mittels Impfungen, besserer Hygiene und eine frühzeitige Behandlung können viele Menschenleben gerettet werden.“ Daher müsse jeder die typischen Warnzeichen erkennen. Denn jede Minute zählt.

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