Mehr Wald in den klinischen Alltag?

In Japan und Südkorea ist Waldtherapie längst eine wissenschaftliche Disziplin, während sie hierzulande noch ein universitäres Schattendasein führt. Dr. Melanie H. Adamek hat in Japan bei der Ikone der Waldmedizin, Prof. Dr. Qing Li, eine Schulung in Forest Medicine absolviert. Sie ist damit INFOM-zertifizierte (International Society of Nature and Forest Medicine) Waldgesundheitsexpertin. Dr. Adamek hält Vorträge über Waldtherapie, erst kürzlich im Reha-Zentrum Hüttenbühl der Deutschen Rentenversicherung in Bad Dürrheim im Schwarzwald. Dabei erklärt sie auch den Unterschied zwischen „Waldbaden“ und „Waldtherapie“: Während es beim Waldbaden darum geht, genussvoll in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen, kann die Waldtherapie – das Shinrin Yoku nach Dr. Qing Li – unter Aufsicht medizinisch geschulten Personals eine ganzheitliche Steigerung der Gesundheit erzielen. Adamek sieht auch hierzulande eine spannende Zukunft der Waldtherapie in der Rehabilitation als Teil des psychotherapeutischen Repertoires.

Bild:  v.l.n.r. Waldgesundheits-Expertin Dr. Melanie H. Adamek, Dr. med. Harald Schickedanz, ärztlicher Direktor des Reha-Zentrums Hüttenbühl.

Bildquelle: Optimum Verlag & Service

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