Neue Herzkamera im Klinikum Frankfurt (Oder)

Die Klinik für Nuklearmedizin hat ihr Behandlungsspektrum jetzt durch eine D-Spect Herzkamera erweitert. Das neue Gerät ermöglicht eine präzise Messung der Durchblutung des Herzmuskels und optimiert erheblich den Untersuchungskomfort.

Prof. Dr. med. Knut Liepe, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum Frankfurt (Oder), erklärt die neue Herzkamera. ©Rhön-Klinikum AG/Sophie Keller


Die Klinik für Nuklearmedizin des Klinikums Frankfurt (Oder) hat ihr Behandlungsspektrum jetzt durch die Implementierung einer D-Spect Herzkamera erweitert. Das neue Gerät ermöglicht eine präzise Messung der Durchblutung des Herzmuskels und verbessert den Untersuchungskomfort. Die Investitionssumme liegt bei rund 500.000 Euro.

Die neue Herzkamera kommt bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK), d. h. einem Verdacht auf eine Durchblutungsstörung in den Herzkranzgefäßen, zum Einsatz. Die KHK kann sich durch verschieden Symptome bemerkbar machen, wie zum Beispiel linksthorakaler Schmerz, thorakales Engegefühl und Luftnot unter Belastung sowie Leistungsminderung.

Mit der neuen Herzkamera wird die Myokardszintigraphie durchgeführt. Die Untersuchung umfasst Ruhe- und Belastungsaufnahmen des Herzens und der Herzkranzgefäße, beginnend mit einer Belastung auf einem Fahrradergometer.

Prof. Dr. med. Knut Liepe, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, betont die Bedeutung der präzisen Diagnose: „Die Bilder, die die Herzkamera liefert, sind durch die Digitalisierung hochauflösender und viel präziser. Wenn unsere Untersuchung keine Anzeichen für relevante Durchblutungsstörungen zeigt, ist eine Herzkatheter-Untersuchung oft nicht mehr erforderlich. Dies ermöglicht eine genauere Diagnose von Durchblutungsstörungen und eine effizientere Untersuchung. Es können anschließend gezielte Therapiemaßnahmen ergriffen werden, um die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels zu verbessern und das Risiko von Herzinfarkten zu reduzieren. Die neue Herzkamera ermöglicht eine komfortablere und zeitlich verkürzte Untersuchung. Im Vergleich zur alten Gamma-Kamera bietet die neue Herzkamera eine sitzende Untersuchung, beseitigt das beengte Gefühl und verkürzt die Untersuchungsdauer erheblich.“

Das Klinikum Frankfurt (Oder), einer von fünf Standorten der Rhön-Klinikum AG, ist eine medizinische Einrichtung in Brandenburg mit überregionalem Versorgungsauftrag. Das Team aus Ärzten, Pflegekräften und Fachpersonal bietet ein breites, hoch spezialisiertes Untersuchungs- und Behandlungsspektrum. Schwerpunkte sind Gefäßerkrankungen des Gehirns, Tumorerkrankungen, Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie Hochrisikoschwangerschaften und -geburten. Das Klinikum arbeitet interdisziplinär und ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin zertifiziert.

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