Personalmangel: Median Klinik Hohenlohe muss Geriatrie vorübergehend schließen

Die Knappheit am Arbeitsmarkt auch bei ärztlichen Stellen, die Abwanderung von Fachkräften in der Pflege und Ergotherapie sowie steigende Kosten belasten insbesondere Rehabilitationskliniken stark. Aus diesem Grund wird der Betrieb der geriatrischen Abteilung in der Median Klinik Hohenlohe Bad Mergentheim zum 9. Dezember 2022 ausgesetzt.

„Eine Inflationsrate von derzeit zehn Prozent, um etwa zwölf Prozent gestiegene Kosten für ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, 30 Prozent höhere Kosten für Lebensmittel und mindestens 70 Prozent gestiegene Energiekosten trotz Gaspreisbremse – das ist eine noch nie dagewesene Belastung“, sagt Nadine Helbig, Kaufmännische Leiterin der Medien Klinik Hohenlohe. Hinzu kommen Probleme bei der Nachbesetzung des ärztlichen Personals im Bereich Geriatrie. „Wir sehen keine andere Option, als die Abteilung aus diesem Grund vorübergehend zu schließen“, so Helbig. Die Entscheidung falle schwer, da man das Konzept der geriatrischen Abteilung in enger Zusammenarbeit mit Kostenträgern und Sozialdiensten über mehrere Jahre aufgebaut habe.

„Während der Corona-Krise haben auch die rehabilitativen Einrichtungen einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie geleistet. Als es jedoch darum ging, die Fachkräfte für ihr Engagement mit einer Prämie zu entlohnen, wurden Mitarbeitende in den Reha-Einrichtungen nicht berücksichtigt. Dies macht es im umkämpften Markt für Einrichtungen wie unsere noch schwieriger, attraktiver Arbeitgeber für die dringend benötigten Fachkräfte zu sein“, kommentiert Andreas Wirth, Geschäftsbereichsleiter Süd-West von Median.

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