Start-up skinuvita gewinnt Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre

Für besonderes Engagement gegen chronische Hautkrankheiten wurde das Start-up Skinuvita mit dem Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre der Universität Witten/Herdecke ausgezeichnet. „Die Fokussierung auf ein echtes Problem vieler Patientinnen und Patienten, die digitale Innovationskraft und der Nachhaltigkeitsaspekt haben besonders überzeugt“, so Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko, Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen, stellvertretend für die Jury. Zwei weitere Start-ups erhielten ebenfalls ein Preisgeld für ihre Konzepte.

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis steht unter Schirmherrschaft von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und wird aus dem Förderkreis der Universität gestiftet.

Insgesamt acht Finalistinnen und Finalisten waren am Anfang November angetreten, um ihre innovativen Präventions- und Therapielösungen gegen chronische Krankheiten vorzustellen und die sechsköpfige Expertenjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung für sich zu gewinnen. Die Bandbreite reichte von Schlafstörungen (Bodyclock), Hauterkrankungen (skinuvita), und Tinnitus (tinus), über Rheuma (Abaton), chronische Nierenerkrankungen (medipee) und Diabetisches Fußsyndrom (foot) bis hin zu Gehbehinderungen (Autak) sowie Multipler Sklerose und Krebs (fimo Health).

Folgende Start-ups kamen aufs Siegerpodest:

Start-up skinuvita: Digitales Heimtherapiesystem für Menschen mit chronischen Hauterkrankungen, das eine sichere und effiziente Phototherapie in den eigenen vier Wänden ermöglicht (Preisgeld 5.000 Euro). Infos: www.skinuvita.de

Start-up tinus: Technologie für eine innovative Einschlafhilfe bei Tinnitus (Preisgeld: 3.000 Euro). Tinus hat zum Patent angemeldete Technologie entwickelt, die eine Übertragung von Musik und Klängen mit Hilfe von Vibration und Körperkontakt über ein Kissen ermöglicht. Infos: www.tinus.one

Start-up medipee: Digitalisierung von Urinanalysen zur schnelleren Erkennung von Krankheitsbildern (Preisgeld: 1000 Euro). Infos: www.medipee.com

Minister Pinkwart betonte den Stellenwert digitaler Innovationen im Gesundheitswesen: „Digitale Innovationen sind ein Wachstumstreiber für die gesamte Gesundheitswirtschaft und ergänzen die Versorgung durch digitale und individualisierte Angebote.“ Ins Leben gerufen wurde der Wittener Preis für Gesundheitsvisionäre von Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko bereits 2015. Die Planung, Organisation und Umsetzung des Wettbewerbs wurde von einem interdisziplinären studentischen Team in Kooperation mit dem vom Land NRW geförderten Projekt ATLAS Digitale Gesundheitswirtschaft umgesetzt. Zusätzlich zum Preisgeld erhalten die Siegerinnen und Sieger die Möglichkeit, sich im ATLAS Digitale Gesundheitswirtschaft (www.atlas-digitale-gesundheitswirtschaft.de/) als Leuchtturmprojekt zu positionieren. Darüber hinaus sind sie von Minister Pinkwart auf den NRW-Gemeinschaftsstand bei der internationalen Medizinmesse MEDICA eingeladen.

Jury: Dr. Sabine Bohnet-Joschko (Universität Witten/Herdecke), Dr. Sebastian Dries (Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik), Matthias Hoffmann (Grubengold GmbH), Stephan Kohorst (Dr. Ausbüttel & Co. GmbH), Dr. Oliver Gröne (OptiMedis AG) und Barbara Steffens (TK Landesvertretung NRW).

 

Bild: Das Orga-Team und die Jury

Bildquelle: Marie Stoehler

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