Uniklinik Köln übernimmt Ev. Klinikum Weyertal

Die Uniklinik Köln hat rückwirkend zum Jahresanfang das benachbarte Evangelische Klinikum Köln Weyertal, welches bereits seit 2017 als Minderheitsbeteiligung ein enger Kooperationspartner des Universitätsklinikums ist, übernommen.

Das Evangelische Klinikum Köln Weyertal. ©Christian Köster


Durch die Aufstockung der Geschäftsanteile an der Evangelische Klinikum Köln Weyertal (EVK) GmbH von 49 auf 100 Prozent übernimmt die Uniklinik Köln nunmehr die Führung des Klinikums und erwirbt zudem die zum EVK zugehörigen Grundstücke.

Neuer Kaufmännischer Geschäftsführer des EVK ist Niels Ruppenthal. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Geschäftsführer Dr. Jan-Peter Gloßmann trägt er im EVK damit die Verantwortung für die über 500 Beschäftigten des Grund- und Regelversorgers. Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, sagte, die Versorgung der Patienten werde zukünftig unter Berücksichtigung der Leistungsschwerpunkte der Uniklinik und des EVK noch effektiver gesteuert und auf diese Weise weiter verbessert. So könne in beiden Kliniken die beste Versorgung entsprechend der Spezialisierung erfolgen und Synergieeffekte sowohl im Sinne der Patientensicherheit als auch der Wirtschaftlichkeit genutzt werden.

Der Erwerb der Grundstücke in unmittelbarer Nähe zum Hauptcampus biete der Uniklinik zudem die medizinstrategisch wichtige Chance, zukünftig weiter flexibel wachsen zu können, so Prof. Schömig weiter. Für die zukünftige Nutzung des Standortes plane man zudem den Betrieb eines Hospizes in Kooperation mit der Evangelischen Kirche.

Norbert Lenke, Aufsichtsratsvorsitzender der Evangelischen Kliniken Rheinland, bezeichnete die vollständige Übernahme des Klinikums durch die Uniklinik als den logischen nächsten Schritt einer bereits seit vielen Jahren gut funktionierenden Zusammenarbeit. In enger Abstimmung und Verzahnung der medizinischen Versorgung der Uniklinik als Maximalversorger und dem EVK als Haus der Grund- und Regelversorgung habe man in den vergangenen Jahren ein vorbildliches gestuftes Versorgungskonzept entwickelt. Vor dem Hintergrund der Krankenhausplanungen in NRW sehe man eine große Chance, dieses Erfolgsmodell weiter zu professionalisieren und im Sinne der Kölner Bürger auszubauen.

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