Was passiert auf der Intensivstation?

Ein Aufenthalt auf der Intensivstation ist nicht nur für die Patienten, sondern auch für Angehörige immer eine Ausnahmesituation. Und oft müssen Angehörige gerade beim Erstkontakt eine unvorhersehbare Zeit im Wartebereich verbringen. Um ihnen zu erklären, was hinter den Türen geschieht, gibt es an den Niels-Stensen-Kliniken Georgsmarienhütte jetzt Erklärvideos, die im Wartebereich der Intensivstation zu sehen und per Touchscreen zu bedienen sind. Gesundheits- und Krankenpflegerin Diana Heuer aus Osnabrück und ihre Kollegin Anita Janzen aus Versmold haben die Videos im Rahmen einer einer Fachweiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege am Niels Stensen Bildungszentrum umgesetzt. „Die Ungewissheit, was sie erwartet, gemischt mit der Sorge um den kranken Angehörigen und dem Bedürfnis nach Nähe zu ihm, kann eine existenzielle Bedrohung auslösen“, so die Initiatorinnen. Ihr Konzept und ihr Drehbuch wurden umgesetzt und mit professioneller Unterstützung von Marie Katzer im Franziskus-Hospital gefilmt. Das neue Portal trägt den Titel „Treffpunkt Intensivstation“. Es beleuchtet in sechs einzelnen Sequenzen verschiedene Fragen. Dabei geht es unter anderem um die Orientierung auf der Intensivstation (was als Besucher zu beachten ist), das Anlegen der Schutzbekleidung, aber auch darum, was dem Patienten ins Krankenhaus mitzugeben ist. Begleitet wurde das Projekt unter anderem von Pflegedirektorin Silke Wiemann und Dipl.-Pflegepädagoge Ansgar Rotert.

Bild: Diana Heuer und Anita Janzen (von links) haben Aufklärungsvideos für Angehörige auf Intensivstationen entwickelt.

Bildquelle: Daniel Meier/Niels-Stensen-Kliniken

 
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