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Taiwan Excellence Product Launch auf der Medica: Unternehmen aus Taiwan präsentieren innovative Lösungen in der Medizintechnik

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Auf der Medica 2025, der weltweit führenden Fachmesse für das Gesundheitswesen, nahm Taiwan erneut eine Spitzenposition ein. Mehr als 250 Unternehmen aus Taiwan zeigten in der Messe Düsseldorf modernste Lösungen für intelligente Diagnostik, Robotik und digitale Gesundheitsversorgung. Organisiert von der International Trade Administration of Taiwan (TITA) und dem Taiwan External Trade Development Council (TAITRA), präsentierten 15 ausgewählte Unternehmen aus Taiwan 23 wegweisende Produkte am Taiwan Excellence Pavillon.

Ein besonderes Highlight war der Taiwan Excellence Product Launch, bei dem vier führende Unternehmen aus Taiwan ihre Innovationen vorstellten. Der Fokus lag dabei auf KI-gestützter Chirurgie, Präzisionsmedizin und personalisierten Therapien.

Simon Wang, Präsident und CEO von TAITRA, betonte Taiwans Kompetenzen in der KI-gestützten Medizin. „Taiwan steht als verlässlicher Partner bereit und bietet Präzision, Effizienz und menschen-zentrierte Innovation, die zu einem ge-sünderen Leben von der Klinik bis ins eigene Zuhause beitragen“, so Wang in seiner Eröffnungsrede.

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KTM-Redakteur Sven Preusker sprach vor Ort in Düsseldorf mit Miriam Lai von der Firma LelTek Inc. und Min-Liang Wang, CEO Taiwan Main Orthopaedic Biotechnology (Surglasses), um mehr über die Hintergrüde der Unternehmen zu erfahren.

Miriam Lai: Mein Name ist Miriam von LelTek. Wir sind ein Unternehmen aus Taiwan und entwickeln unsere Chips und Produkte selbst. Wir konzentrieren uns auf tragbare Ultraschallgeräte und sind seit über zehn Jahren auf dem Markt. Da wir aus Taiwan kommen, sind wir die Nummer eins in Taiwan. Außerdem haben wir Kunden in den USA, Europa, dem Nahen Osten, Afrika und in den asiatischen Ländern wir haben also viele Partner auf der ganzen Welt.

Das Gerät, das Sie hier präsentieren, ist ein mobiles Ultraschallgerät, der LeSONO LK128 Waterproof & Lightweight Wireless Scanner. Was sind die Vorteile des Geräts?
Lai: Herkömmliche Ultraschallgeräte sind sehr groß und schwer, und Krankenhäuser müssen ein großes Budget haben, um sie zu kaufen. Unsere mobilen Ultraschallgeräte sind sehr leicht, nur etwa 200 Gramm schwer. Sie sind für einen Arzt praktisch zu tragen und können in die Tasche gesteckt werden. Man kann sie mit sich herumtragen. Und wenn sie Patienten außerhalb des Krankenhauses haben, vielleicht bei einem Unfall, können sie das Ultraschallgerät mitnehmen, um sofort vor Ort Kontrollen durchzuführen. Die vorteilhaftesten Aspekte für den Arzt sind also Bequemlichkeit, Portabilität und die Benutzerfreundlichkeit.

Und wenn Sie die Qualität mit einem herkömmlichen stationären Ultraschallgerät vergleichen, wie viel können Sie mit diesem Gerät machen?
Lai: Ich muss sagen, der traditionelle Ultraschall hat seine Vorteile und eine hohe Bildqualität, weil er teurer ist als der Hand-Ultraschall. Aber laut dem Feedback der Ärzte ist unsere Bildqualität klar genug, damit sie einige Körperteile überprüfen können. Für sie ist der wichtigste Vorteil, dass sie sofort sehen können, was sie wollen und brauchen. Wenn zum Beispiel der Bauch hin auf ein Problem untersucht wird, überweisen sie den Patienten an die andere Fachrichtung, um detailliertere Untersuchungen mit einem herkömmlichen Ultraschall durchzuführen. Aber sie haben bereits eine Idee und können die Behandlung einleiten.

Wo werden die Bilder angezeigt? Auf dem Mobiltelefon, einem Tablet oder gibt es einen eigenen Bildschirm für das Gerät?
Lai: Sie können unsere Anwendung aus allen App-Stores herunterladen und dann unser Gerät mit jedem Smartphone oder Tablet verbinden. Die Verbindung erfolt einfach per WLAN.

Können Sie einige Spezialgebiete nennen, bei denen das Gerät häufig verwendet wird?
Lai: Ja, ich kann zwei Beispiele nennen. In der Notaufnahme braucht der Arzt ein mobiles Ultraschall-Gerät, denn Zeit ist Leben, richtig? Wenn sie einen Patienten mit Bauchschmerzen sehen, können sie unser Gerät nutzen, um sofort die ersten Kontrollen durchzuführen. Vielleicht gibt es einen Nierenstein, sie können die Leber untersuchen oder die Blutgefäße. Ein weiteres Beispiel ist die ästhetische Medizin. Wenn zum Beispiel eine Filler-Injektion durchgeführt wird, muss der Arzt prüfen, ob die Injektion in einer Hochrisikozone stattfindet, wo zum Beispiel Gefäße oder Nerven geschädigt werden könnten. Hier kann unser mobiler Ultraschall genutzt werden, um die Nadel während des Eingriffs zu überwachen. Der Arzt hat so einen genauen Überblick während des Eingriffs.


 

Min-Liang Wang: Wir sind ein Start-up. Ich habe das Unternehmen vor acht Jahren gegründet, als ich Professor in Taiwan war. Ich habe Medizinstudierende unterrichtet und bin auf viele Probleme gestoßen, weil die Studierenden immer fragten, wie die menschliche Anatomie aussieht. Sie schauten ins Lehrbuch und kamen mit vielen Fragen zurück.

Können Sie mir etwas zur Entstehung Ihres Aclepius-AI-Tischs erzählen?
Wang: Ich fragte mich, ob es nicht eine Methode gäbe, das effizienter zu machen – zum Beispiel, dass die Schüler selbstständig mit einem 3D-Modell, einem digitalen menschlichen Leichnam, lernen könnten. Das führte zu der Idee, einen virtuellen Sektionstisch zu entwickeln. Danach begann ich, eine noch anspruchsvollere Version zu entwerfen, ein digital unterstütztes Trainingsgerät. Dazu muss alles annotiert werden. Wir haben mit vielen Forschern weltweit zusammengearbeitet, darunter europäische, amerikanische und asiatische. Sie haben das Wissen beigesteuert, wir sammelten alle Daten und nutzen sie im Tisch und im digitalen Assistenten.

Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem der Endnutzer Feedback von unserem System erhalten kann. Wir lehren nicht nur menschliche Anatomie, sondern auch Tieranatomie, Histologie, Embryologie. Unser Produkt hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Die Kunden haben uns gezeigt, was sie brauchen. Unsere Mission als Unternehmen ist es, die besten Lehrwerkzeuge für die Medizin zu schaffen.

Nach weiterem Feedback erkannten wir, dass die Implementierung künstlicher Intelligenz (KI) die Vorteile unseres Tools erheblich steigern könnte – der Tisch könnte den Studierenden mehr oder weniger allein etwas beibringen. Deshalb haben wir dieses Jahr ein komplett neues Gerät mit integrierter KI auf den Markt gebracht. Man kann dem Aclepius-AI-Tisch Fragen stellen und er interagiert mit dem Nutzer.

Wer sind die typischen Kunden für diese Art von Produkt? Sind es die medizinischen Universitäten?
Wang: Das Produkt ist nicht nur für medizinische Universitäten gedacht, sondern zum Beispiel auch für Lehrkrankenhäuser, weil sie es für die Ausbildung von Assistenzärzten und Medizinstudenten nutzen können. Auch Pflegeschulen sind unsere Kunden, ebenso wie tiermedizinische Fakultäten, da wir ebenfalls spezielle anatomische Daten zu verschiedenen Tieren bereitstellen.