Themenvorschau für Ausgabe 3/23

Liebe Leser, liebe Kunden,

haben Sie sich eigentlich auch schon einmal gefragt, wie Krankenhausküchen ihre Raumhygiene optimieren können, was die IPI der Notaufnahme bringt und wie man das Hygienethema grundsätzlich und nachhaltig vorantreiben kann? Dann empfehle ich Ihnen das März-Special "Hygiene und Sterilisation" unserer KTM 3.

Und wer sich für Themen wie grüne Zukunft, künstliche Intelligenz im OP-Saal oder auch demenzsensible Versorgungsstrukturen interessiert, liest dazu Aktuelles in unseren Rubriken Facility Management, IT, Management und Medizintechnik.

Auch 2023 gilt „Nur wer sich zeigt, wird auch gesehen“. Verstärken Sie Ihre Präsenz in print und/oder online mit KTM, so werden Sie auch auf folgenden Veranstaltungen wahrgenommen:

  • ISH in Frankfurt (Fachpressestand)
  • ICW-Süd I HWX-Kongress in Veitshöchheim (Auslage)
  • DGKH-Fachtagung in Essen (Auslage)
  • Fachkonferenz "Future Hospital" in Tübingen (Auslage)

Wie immer freue ich mich auf Sie und wünsche jetzt viel Spaß beim Lesen erster Anrisszeilen.

Ihre

Nicola Aschendorf

 

In KTM 4/23 Special IT- und Kommunikationssysteme

    

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Special Hygiene und Sterilisation

Lüftungsdecken statt Abzugshauben
Die Krankenhausküchen wachsen immer weiter und die Lüftung folgt diesem Trend. Als Alternative zu den einzeln abgehängten Dunstabzugshauben gibt es integrierte Lüftungsdecken. Aufgrund der besseren Raumhygiene favorisieren viele Großküchenplaner für Krankenhäuser und Altenheime die pflegeleichte Metall-Lüftungsdecke. Sie überspannt fugenlos den ganzen Raum und hat versetzbare Fettabscheider. Die glatten Oberflächen sind leicht abwaschbar und desinfizierbar. Neue Features machen die Deckenlösung zusätzlich attraktiv.

Mehr Hygiene und Infektionsschutz im Gesundheitssystem
Beim 11. BVMed-Hygiene Forum Mitte Dezember letzten Jahres nahmen vor Ort und virtuell über 400 Experten teil. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigten eindrucksvoll, dass Pflege, Kliniken, Forschung und öffentlicher Gesundheitsdienst einiges tun können, um das Hygienethema nachhaltig voran zu bringen. Entscheider und Anwender aus allen Bereichen sollen das Bewusstsein der Bedeutung von Hygienemaßnahmen steigern und den Infektionsschutz verbessern.

Mehr Sicherheit für die Notaufnahmen
Das „Pandemie-Zertifikat Notaufnahme“ der Initiative Pandemie- und Infektionsschutz (IPI) steht für maximale Patientensicherheit bei höchstmöglicher Arbeitssicherheit für die Beschäftigten. Die Zertifizierung basiert auf einem Prozess mit 3-jähriger Begleitung. Ziel ist es, das Vertrauen in die Notaufnahmen zu erhöhen, als Tor in die Klinik sicher aufgestellt zu sein und damit ein Signal nach innen und außen zu geben.

Mobile Raumluftanlagen
Viele Kliniken haben ältere OP-Säle oder Eingriffsräume, die aus hygienischen Gründen für bestimmte Operationen oder Eingriffe nicht genutzt werden können. Wenn dann auch noch coronabedingt zahlreiche Operationen nachgeholt werden müssen, bedeutet dies für die Kliniken eine Herausforderung. Sterile Air Flow Geräte erzeugen OP- vergleichbare Bedingungen, die bisher nur in einem teuren OP-Saal möglich waren. Durch mobile Systeme können bestehende OP-, Eingriffsräume und Schockräume kostengünstig aufgerüstet werden oder kleinere Eingriffe direkt auf der Station bzw. im ambulanten Bereich durchgeführt werden. Gleichzeitig besteht Sicherheit für Arzt und Patient. Das spart Geld und erhöht die Wirtschaftlichkeit.

Sanieren statt austauschen
Eine der Hauptquellen für die Verbreitung gefährlicher Erreger in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen ist das Schuhwerk. Von den Sohlen übertragen sich die Keime auf den Boden und damit auf alle, die ihn betreten. Mit den Jahren nutzt sich die Beschichtung des Bodens ab oder reißt ein und Mikroorganismen dringen in winzige Fugen ein, wo sie von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen kaum erfasst werden. Statt den Belag auszutauschen, kann der alte Boden oft auch saniert werden, so dass er den Anforderungen der TRBA 250 genügt, wie ein schwedischer Fußbodenspezialist zeigt.

Facility Management

Grüne Zukunft
In Deutschland gehören die Krankenhäuser zu den ressourcenintensivsten Großverbrauchern mit kontinuierlichem 24-Stunden-Betrieb bei höchsten technischen Anforderungen und hohem Ressourcenverbrauch. Doch Häuser wie die Sana Kliniken Düsseldorf setzen bereits viele Ideen des Nachhaltigkeitsinstrument Green Hospital um. Dazu gehören auch Energie sparen, Müll vermeiden, nachhaltig Bauen, umweltfreundliche Mobilitätskonzepte für die Mitarbeiter anbieten und unterstützen, um nur einige Beispiele zu nennen. Green Hospital beruht auf den drei gleichberechtigten Säulen Energie – Umwelt – Mensch und verbindet ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Moderne Energieversorgung im Krankenhaus
Bereits vor dem Krieg in der Ukraine und den aktuellen Blackout-Warnungen haben sich die Wertachkliniken in Bobingen und Schwabmünchen für den Ernstfall gut gerüstet. Die Energieversorgung wurde auf mehrere Beine gestellt und Energieeinsparung, auch im Kleinen, vorangetrieben. Für ihre Vorreiterrolle wurden die Kliniken bereits von der KTQ mit dem ‚Best Practice Award‘ ausgezeichnet.

Tauschen erwünscht
Energieeffizienz ist für Krankenhäuser ein nicht zu unterschätzendes Thema, in dem noch viel Potenzial schlummert. Durch einen systematischen Austausch alter Pumpen etwa werden die Häuser nicht nur klimafreundlicher und effizienter, es lassen sich auch handfeste Kosten sparen. Das ist aktuell bedeutend, da die Finanzierung des Gesundheitssystems ein immer herausfordernderes Thema wird. Dabei lassen sich bereits mit relativ einfachen Maßnahmen, Modernisierungen und technischen Umrüstungen Ausgaben bei Wärme- und Kälteversorgung oder im Wasserkreislauf reduzieren.

Retrofit bei laufendem Betrieb
Über 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebereich – mehr als ein Drittel davon auf Nichtwohngebäude. Ein Großteil dieser Energie wird für Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) aufgewendet und wiederum ein Hauptteil davon für den Lufttransport, sprich für die Ventilatoren. Über den Austausch veralteter Ventilatoren in raumlufttechnischen Anlagen lassen sich erheblich verbesserte Wirkungsgrade erzielen. Damit können auch Kliniken in großem Umfang Energieverbrauch und Kosten reduzieren. Eine solche Maßnahme rechnet sich für Betreiber, zumal es auch öffentliche Förderprogramme dafür gibt.

Management

Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus
Durch eine immer älter werdende Gesellschaft steigt auch im Krankenhaus die Anzahl an Patienten mit demenziellen Begleiterkrankungen. Sie sind besonders anfällig für das Risiko von Komplikationen, wie beispielsweise Stürze oder die Entwicklung eines Delirs als akuten Verwirrtheitszustand. Oft erleiden diese Patienten durch den Krankenhausaufenthalt weitere Einbußen ihrer kognitiven und physischen Leistungsfähigkeit. Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) wurde bereits 2019 ein bereichsübergreifendes Rahmenkonzept zu demenz- und delirsensiblen Versorgungsstrukturen entwickelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Ausbau pflegebezogener Konzeptbausteine. Lesen Sie mehr dazu in der kommenden Ausgabe.

Medizintechnik

Mit künstlicher Intelligenz auf dem richtigen Kurs
Es ist tückisch: Erweiterungen von Blutgefäßen (Aneurysmen) verlaufen überwiegend schmerzlos und bleiben deshalb oft unbemerkt. Sobald sich aber Brust-, Bauch- oder Beckenschlagadern zu weit ausdehnen und in der Folge platzen, wird es unmittelbar lebensgefährlich. Eine OP ist unumgänglich und muss schnellstmöglich erfolgen. Das Zentrum für Gefäß- und Endovascularchirurgie im Klinikum am Plattenwald in Bad Friedrichshall hat seine langjährige Expertise in diesem Bereich jetzt mit einer hochmodernen Navigationstechnologie weiter gestärkt. Als eine von derzeit nur zwei Kliniken in Deutschland setzt man ein neues System bei komplexen Operationen von lebensbedrohlichen Gefäßerweiterungen in einem sogenannten Hybrid-OP – einer Kombination von OP-Saal und festeingebauter Röntgen-Hochleistungsanlage – ein: Dadurch steigt die Patientensicherheit, die Strahlen- und Kontrastmittelbelastung wird reduziert und die Eingriffszeit verkürzt sich.

IT-Systeme

Digitale Lösungen in Gesundheit und Pflege
Nicht nur neue Gesetze für eine sichere digitale Kommunikation und Infrastruktur, sondern auch die Einflüsse und Erfahrungen aus der Corona-Pandemie förderten in den letzten Jahren Fortschritt und allgemeine Akzeptanz digitaler Lösungen in vielen Bereichen – so auch im Gesundheitswesen. Hierbei sind allerdings, im Vergleich zu anderen Branchen, weitaus höhere Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit wie auch optimierte Vernetzung der Anwendungen notwendig. Neben modernen Videokonferenzlösungen, die im Gesundheitswesen in Form digitaler Sprechstunden in Erscheinung treten, werden derzeit auch noch andere Möglichkeiten digitaler Anwendungen relevant und sind im Begriff, in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle einzunehmen.

Digitalisierung bringt Zeitgewinn
Die Digitalisierung hat beim Verbund Agaplesion Mitteldeutschland oberste Priorität. Seit zehn Jahren nutzt das Diakonissenkrankenhaus Leipzig schon ein volldigitales Patientendaten-Managementsystem auf der interdisziplinären Intensivstation. Es wurde nun um ein integriertes Anästhesie-Informations- und Managementsystem erweitert. Somit lässt sich der komplette perioperative Prozess papierlos abbilden.