Themenvorschau für Ausgabe 6 / 2019

Liebe Leser, liebe Kunden,

unsere kommende Ausgabe KTM 6 widmet sich dem Special "Medizintechnik" intensiver. Dabei geht es um Systemintegration im vernetzten OP, um ein mit sieben Litern Helium auskommendes MR-System, um modernste Technik im OP-Neubau und vieles mehr.

Außerdem stellen wir viele interessante Fragen: wie die Gesundheitsbranche mit Cyberattacken richtig umgeht, ob die Patientenbefragung dem Qualitätsmanagement von Kliniken etwas nutzt, wie die Energiewende zu schaffen und dabei noch Geld zu sparen ist - lesen Sie mehr in der kommenden Ausgabe.

KTM 6 ist zudem auf dem NRW-Kongress Telemedizin in Düsseldorf und dem Deutschen Krankenhaus-Controller-Tag in Köln mit dabei.

Seien Sie mit dabei und machen sich unübersehbar, viel Spaß beim Lesen erster Auszüge und

viele Grüße,

Ihre

Nicola Aschendorf

 

Special Medizintechnik

Systemintegration – der vernetzte Operationssaal
Das Thema ,Digitalisierung‘ ist in aller Munde und macht selbst vor dem Operationssaal nicht halt. Wo vor einiger Zeit ausschließlich offene beziehungsweise konventionelle Operationen stattfanden, wird heutzutage häufig die Schlüsselloch-Technologie, auch minimal-invasive Chirurgie (MIC) genannt, eingesetzt. Für die korrekte Umsetzung dieser schonenden Operationsmethode werden jedoch oftmals viele fachspezifische Geräte benötigt. Das stellt die Klinik und das Personal vor große Herausforderungen …

OP-Neubau mit modernster Technik für das Stadtkrankenhaus Dornbirn
Bis vor kurzem nutzte das Stadtkrankenhaus Dornbirn aus dem österreichischen Vorarlberg zur visuellen Unterstützung bei medizinischen Eingriffen herkömmliche OP-Türme mit nur einem Monitor. Um einen optimalen Überblick zu haben, sollten idealerweise Operateur und Assistenz über separate Displays verfügen. Aus diesem Grund rüstete das Krankenhaus Dornbirn Ende 2018 im Rahmen des Neubaus seiner OP-Säle die bildgebenden Systeme auf, ermöglichte damit eine einfache Integration in die bestehende EDV-Struktur und unterstützt sämtliche Arbeitsprozesse des Krankenhauses.

Neuperlach setzt auf heliumarmen MR-Betrieb
In der München Klinik Neuperlach steht seit Mitte März in Deutschland ein MR-System, das mit nur sieben Litern Helium auskommt. Gleichzeitig unterstützen produktivitätssteigernde Workflow-Innovationen wie Compressed Sense den Radiologen dabei, der steigenden Nachfrage nach MR-Untersuchungen gerecht zu werden und auf der Grundlage robuster, reproduzierbarer Bilddaten schnelle und präzise Diagnosen zu stellen.

OP-Ausstattungen vorausschauend und zielgenau planen
Die Verschmelzung medizinischer Disziplinen samt der jeweiligen technischen Anforderungen machen komplexe OP-Systeme erforderlich. Diese müssen den Bedarf der Klinik, den Leistungsanspruch des Betreibers und die lokalen Gegebenheiten in Einklang bringen. Unter Wettbewerbsaspekten wird es für Krankenhäuser immer wichtiger, hybride Interventionsmöglichkeiten anzubieten. Sowohl die planerische Vorbereitung, als auch das Investitionsvolumen stellen dabei regelmäßig eine besondere Herausforderung dar.

Management

Evangelisches Krankenhaus automatisiert Forderungsmanagement
Die Debitorenbuchhaltung steht im Krankenhausbereich vor neuen Herausforderungen. Verrechnungen, ausbleibende Zahlungen oder Kürzungen durch die Kostenträger erhöhen den manuellen Aufwand, da jede Änderung fallbezogen erfasst und über mehrere Abteilungen hinweg geklärt werden muss. Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin hat mit YAMBS das Forderungsmanagement automatisiert und abteilungsübergreifende Transparenz geschaffen.

Nutzt die Patientenbefragung dem Qualitätsmanagement von Kliniken?
Fragebögen sind schnell verteilt. Aber wer wertet sie aus? Wie werden die Aussagen der Patienten beurteilt? Und führen die Ergebnisse tatsächlich zu Maßnahmen? Eine Forschungsstudie hat ermittelt, dass die Kliniken den größten Nutzen darin sehen, aus der Bewertung von Behandlungsprozess und -zufriedenheit Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.

IT-Systeme

Compliance ist nur ein Element der IT-Sicherheit
IT-Sicherheit ist vielfach rein Compliance-getrieben. Schwachstellenbeseitigung und Maßnahmen zur Verhinderung von Sicherheitsvorfällen bleiben so vielfach auf der Strecke – vor allem hinsichtlich des elementaren Schutzes privilegierter Benutzerkonten und Zugangsdaten. Ein Beispiel liefert etwa das auch für den Gesundheitssektor gültige IT-Sicherheitsgesetz, das zwar eine Verbesserung der IT-Sicherheit im Sinn hat, aber primär die Verfügbarkeit und Sicherheit von IT-Systemen thematisiert und Vorgaben zur Überwachung und Dokumentation macht.

Sicherer und effizienter Datenaustausch im Gesundheitsbereich
Die Digitalisierung befindet sich weiter auf dem Vormarsch und revolutioniert auch den Gesundheitsbereich. Die zunehmende Vernetzung und der schnellere Austausch von Patientendaten ermöglichen im Idealfall eine noch umfassendere Versorgung der Patienten und erschließen neue Therapiemöglichkeiten. Während diese Entwicklung also enormes Innovationspotential bietet, birgt sie allerdings auch Risiken, vor allem hinsichtlich der Informationssicherheit. Laut einer veröffentlichten Krankenhausstudie aus 2017 wurden bereits 64 Prozent der deutschen Krankenhäuser schon einmal Opfer eines Hackerangriffs. In Zukunft werden Cloud-Speicherdienste auch für den Healthcare-Bereich immer wichtiger.

IT-Sicherheit im Gesundheitswesen: Der richtige Umgang bei Cyberattacken
Die Gesundheitsbranche ist erpressbar geworden. Denn digitale Daten und Kommunikation haben im Gesundheitssektor immer mehr an Bedeutung gewonnen. In der Gesundheits-IT führt der elektronische Umgang mit Daten zu effizienterem und sichererem Arbeiten für alle Beteiligten. Dadurch und durch den unzureichenden Schutz ist die Gesundheitsindustrie allerdings äußerst attraktiv für Hacker geworden. Patientendaten sind oftmals schlecht abgesichert und dadurch ein zu leichtes Ziel von Cyberattacken. Die Gefahr ist dabei groß: Es geht um die Gesundheit von Menschen.

Facility Management

Universitätsklinikum Düsseldorf bekommt ein neues elektronisches Schließsystem
Am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) läuft gerade ein Projekt, dessen Fertigstellung für das Jahr 2020 geplant ist. Konkret: 15.000 der 25.000 Türen, die sich auf dem Gelände befinden, erhalten neue elektronische Türschlösser. Und das ist eine Aufgabe, die das Team des „Zentralen Schließmanagement“ (ZSM) des Hauses nicht alleine bewältigen kann. Daher setzen die Düsseldorfer auf die Dienste eines Unternehmens aus Dortmund, das für Planung, Lieferung und Ausführung verantwortlich ist.

Energiewende – leichtgemacht durch Pumpentausch
Wie schafft man die Energiewende und spart dabei noch Geld? Zum Beispiel mit moderner Technik, die auch bei den Pumpensystemen eine große Rolle spielen. In einem neunmonatigen Großprojekt tauschte das Klinikum Ludwigshafen (KliLu) rund 200 Heizungsumwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen. Basis dafür waren Bestandsaufnahme und Effizienzanalyse eines Full Service Anbieters für Pumpentechnik. Umfassende Berechnungen ergaben eine jährliche Energieeinsparung von 74.054 Euro.

Hygienische und trittsichere Böden für Krankenhaus, Praxis und Co.
Steht in Krankenhäusern, Arzt- oder Therapiepraxen ein Neubau beziehungsweise eine Erweiterung an, spielt der Boden – im ersten Gedanken oft hinten angestellt – eine dominierende, weil tragende Rolle. Je höher und je unterschiedlicher die Ansprüche, desto individueller müssen auch die Bodenlösungen ausfallen. Dabei sind Böden heute zum einen High-Tech-Lösungen aus dem Labor und wahre Alleskönner. Zum anderen ganz banal Vertrauens- und Erfahrungssache. Denn die frühe und intensive Kommunikation zwischen dem Kunden und dem Bodenprofi stellt quasi die Basis für die passgenaue Lösung dar.

Hygiene und Sterilisation

Trinkwasserhygiene im Krankenhaus – Endständige Filter als teure Notmaßnahme
Endständige bakteriendichte Hygienefilter an den Entnahmearmaturen sind in Kliniken immer wieder anzutreffen. Meist erfolgt ihr Einsatz in Reaktion auf erkannte Kontaminationen des Trinkwassers. Sie stellen jedoch keine dauerhafte Lösung dar, da sie nur die Symptome des Problems bekämpfen. Stagniert Trinkwasser bei kritischen Temperaturen in der Trinkwasser-Installation eines Gebäudes, kann bereits innerhalb weniger Stunden eine Kontamination mit mikrobiellen Erregern die Folge sein. In Krankenhäusern ist das Risiko einer über das Trinkwasser übertragenen Erkrankung grundsätzlich höher als in anderen Gebäuden.