Themenvorschau für Ausgabe 3/2020

Liebe Leser, liebe Kunden,

Hygiene hat im HealthCare-Bereich oberste Priorität und diesem Thema widmen wir uns intensiv in KTM 3. Erfahren Sie in unserem Special Neues zu „Trinkwasserhygiene: Erwärmung von Trinkwasser kalt miniminieren“ und lesen den Bericht über das 19. ZSVA Hygiene-Forum Schleswig-Holstein Ende 2019 in Damp.

Ebenfalls aktuell: Social Media Trends 2020, lebendiges Qualitätsmanagement, Zusammenarbeit von Ärzten und KI in der Krebsbehandlung, Roboter zur Mobilisierung von Patienten – und vieles mehr. 

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und machen Sie sich unübersehbar bei unseren 10.000 IVW-geprüften Lesern und den interessierten Besuchern der Veranstaltungen:

• Jahrestagung der Dt. Ges. f. Hygiene u. Mikrobiologie, Leipzig
• Gesundheitskongress des Westens, Köln
• ICW-Süd / HWX-Kongress, Würzburg
• Kongress f. Krankenhaushygiene der DGKH, Berlin

Wir freuen uns auf Sie, wie immer viel Spaß beim Lesen erster Auszüge und

winterliche Grüße

Nicola Aschendorf

Special Hygiene und Sterilisation

Trinkwasserhygiene: Erwärmung von Trinkwasser kalt miniminieren
Nicht nur das Weltklima erwärmt sich, sondern auch das Trinkwasser kalt in Hausinstallationen. Der Klimawandel trägt seinen generellen Teil dazu bei, maßgeblicher aber sind die zusätzlichen Wärmelasten in modernen Gebäuden. Temperaturen über 20 °C sollten jedoch dringend vermieden werden. Andernfalls kommt es zur gesundheitlich bedenklichen Vermehrung von Bakterien, sogar von Legionellen. Um das zu verhindern, sind bereits bei der Planung von Trinkwasseranlagen gezielte Weichenstellungen erforderlich. Die Ursachensachenermittlung für die Erwärmung von Trinkwasser kalt entlang des Fließwegs hilft, die richtigen Lösungsstrategien zum Gegensteuern zu ergreifen.

Vielfältige Themen beim ZSVA-Hygiene-Forum in Damp
Das 19. ZSVA Hygiene-Forum Schleswig-Holstein bot mit 399 Teilnehmern und 48 Ausstellern auch in 2019 das zweitgrößte deutsche Forum für die Aufbereitung von Medizinprodukten nach dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV). Nach einer herzlichen Begrüßung durch Wolfgang Christ, dem Organisator der Veranstaltungsreihe, lobte Maik Roitsch, der das Grußwort der DGSV überbrachte, das Fortbildungsengagement der Zuhörer. Er nutzte die Gelegenheit und berichtete über die von der DGSV ins Leben gerufene Ausbildung zur Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA-DGSV). Bis Ende 2019 würden 15 Bildungsstätten den theoretischen Unterricht für die Auszubildenden anbieten. Und die ,Early Birds‘ des ersten FMA-Jahrgangs, so Roitsch weiter, machten bereits ihren Abschluss. Mehr dazu lesen Sie in der kommenden KTM.

IT-Systeme

Wie Ärzte und KI in der Krebsbehandlung zusammenarbeiten können
Die Digitalisierung verändert unser Gesundheitswesen rasant. Dabei entstehen riesige Mengen medizinischer Daten, etwa bei bildgebenden Verfahren, bei Laboruntersuchungen oder durch Sensoren in Fitnessarmbändern. Die intelligente Verknüpfung verschiedener medizinischer Datenquellen und deren Echtzeitanalyse eröffnen große Chancen für Diagnose, Therapie und medizinische Forschung. Mediziner stehen oft vor der Herausforderung, diejenige sprichwörtliche Nadel im Daten-Heuhaufen zu finden, die für die Behandlung bedeutsam ist. Dabei können Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und lernende Assistenzsysteme außerordentlich hilfreich sein.

Social Media Trends 2020: Daran führt kein Weg vorbei
Kunden und Patienten sind online und die verschiedenen Plattformen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Health Care Unternehmen, mit ihnen direkt in Kontakt zu treten und eine Beziehung aufzubauen. Dabei ist es wichtig, seine Zielgruppe zu kennen sowie die passenden Kanäle mit dem richtigen Content auszuwählen. Erklärvideos funktionieren nicht auf Instagram und ein Austausch im geschützten Rahmen nicht auf YouTube. Wer sich und seine Produkte strategisch auf Social Media platziert und dabei die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, ist dem Wettbewerb einen großen Schritt voraus. Um das Potenzial von Social Media bestmöglich auszuschöpfen, sollten Pharma und Health Care Unternehmen die Trends und Entwicklungen kennen.

Management

So gelingt lebendiges Handeln
Zurzeit wird wieder viel über die Zukunft des Qualitätsmanagements nachgedacht. Dabei bestimmt auch das Schlagwort der Agilität die Diskussion. Die Integration agiler Prinzipien in das Qualitätsmanagement hat viele Vorteile. So kann der Blick auf bisher weniger beachtete Themen gelenkt sowie selbstorganisiertes und interprofessionelles Arbeiten gefördert werden. Mit der Denkweise des reaktionsfreudigen Handelns werden obendrein Impulse gesetzt, das Qualitätsmanagement lebendiger und wirkungsvoller zu gestalten.

Tatort Krankenhaus
Vermehrte verbale und körperliche Angriffe, vor allem in Notaufnahmen, sowie Diebstähle stellen die Kliniken vor neue Herausforderungen. Dabei geht es vor allem um den Schutz von Ärzten und Pflegepersonal. Krankenhäuser sind nicht mehr nur Orte der Heilung und Genesung, sondern immer häufiger auch von Gewalt und Diebstahl. Patienten und ihre Angehörigen werden zunehmend gewalttätig, sowohl verbal als auch körperlich. Ärzte und Pflegepersonal sind Beleidigungen und Bedrohungen, sexuellen Angriffen, Anspucken und Kratzen bis zum Werfen von Gläsern, Infusionsflaschen und Möbeln ausgesetzt. Auch Vandalismus und Diebstahl gehören mittlerweile in Kliniken zu den Alltagsproblemen.

Das Ende des Wachstums
Seit ihrer Einführung 2015 hat sich die Roland Berger Krankenhausstudie als Branchenbarometer etabliert, für das regelmäßig Hunderte Klinikmanager befragt werden. Sie beobachten eine sukzessive Verschärfung der wirtschaftlichen Situation der deutschen Krankenhäuser. Woran das liegt und wie die Verantwortlichen reagieren sollten, beschreiben die Studienautoren in ihrem Gastbeitrag. So erwarten 2019 nur etwa ein Drittel der befragten Krankenhausmanager einen positiven Jahresüberschuss – 2017 waren es noch knapp doppelt so viele. Hier spiegeln sich unter anderem der zunehmende Wettbewerbsdruck, die regulativen Anforderungen und die Dualistik im Rückwärtsgang wider. Aktuell wird dies auch an einer zunehmenden Anzahl von Insolvenzen – auch in Eigenverwaltung – sichtbar.

Facility Management

Besser Bauen mit BIM
Der als Seestern bezeichnete neu eröffnete Flughafen von Peking: in vier Jahren erbaut. Und dann das deutsche Beispiel BER: sieben Jahre – nicht Bauzeit, sondern Bauzeitverlängerung, mindestens. Die digitale Wunderwaffe Building Information Modeling (BIM) soll das Bauen schneller, günstiger und besser machen – so der Plan des Bundesbauministeriums, das mit Jahresbeginn 2020 Bundesbauten nur noch mit der BIM-Technik entwickeln will. Und die Bundesländer werden nachziehen. Ist es da nicht angebracht, auch die eigenen Klinikneu-, Um- und Ausbauten mit BIM besser, günstiger und schneller zu verwirklichen?

Medizintechnik

Mit Robert einfach mobilisieren
Robert ist ein Roboter zur Mobilisierung von Patienten. Entwickelt hat ihn Life Science Robotics im dänischen Aalborg. Zum Einsatz kommt dabei ein  Leichtbauroboter. Denn er eignet sich durch seine medizinische Vorzertifizierung und seine Leistungsdaten für diesen Anwendungsfall und zur Integration in ein Medizinprodukt. Nach chirurgischen Eingriffen, zum Beispiel an Körpergelenken, oder nach einem Schlaganfall ist es häufig zugunsten einer besseren Heilung sinnvoll, Gelenke und Muskeln des Patienten intensiv und lang andauernd zu bewegen. Sonst kann es zu Komplikationen kommen, etwa späteren Bewegungseinschränkungen. Hier kommt der Rehabilitationsroboter ins Spiel …

Künstliche Intelligenz hat keine Tagesform
Bei jeder medizinischen Behandlung werden große Mengen von Patientendaten generiert. Diese liegen zwar meist in digitaler Form vor, sind jedoch überwiegend unstrukturiert und dezentral über verschiedene IT-Systeme verteilt. Ärzte, Klinikbetreiber und Kostenträger benötigen diese Daten, um sich für die bestmögliche Behandlung einerseits und das optimale Kosten-Nutzenverhältnis der eingesetzten Medikamente und Medizinprodukte andererseits entscheiden zu können. Die Hersteller wiederum sind dringend auf belastbare statistische Daten angewiesen, um der neuen Medical Device Regulation (MDR) genügen zu können. Eine Lösung ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI).

3D-Druck und erweiterte Realität für Chirurgen
Anwendungen der virtuellen und erweiterten (augmentierten) Realität haben ein immenses Potential, kollaboratives Arbeiten bei der Planung von Operationen, intraoperativen Zuschaltungen entfernter Experten sowie beim Training von Chirurgen und weiterer an einer Operation beteiligten Personen zu verbessern. Während erste Ansätze bereits existieren, mangelt es diesen Systemen bislang an Immersion, unter anderem durch fehlendes haptisches Feedback, unzureichende Genauigkeit und nicht angemessene Unterstützung für die gleichzeitige Nutzung mehrerer Anwender. Nun gibt es ein Projekt, das diese zentralen Probleme des Einsatzes von virtueller Realität (VR) und augmentierter Realität (AR) zur Operationsunterstützung aufgreift.